Auf der Suche nach mehr Freiheit: Beliebte leichte E-Bikes im Überblick
Leicht heißt nicht kompromisslos: Moderne E-Bikes zwischen 10 und 17 kg fahren sich fast wie normale Fahrräder – und sind trotzdem alltagstauglich. Wir zeigen dir, was ein leichtes E-Bike ausmacht und welche Modelle wirklich überzeugen.
Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes
Aktualisiert am 16. August 2023 | 7 Min. Lesezeit
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Das Gesamtgewicht eines E-Bikes bewegt sich meist zwischen 18 und 30 kg – ein leichtes Modell bringt dagegen oft nur zwischen 10 und 17 kg auf die Waage. Diese Differenz ist im Alltag deutlich spürbar: beim Treppentragen, beim Verstauen im Zug oder einfach beim Fahren ganz ohne Motorunterstützung.
Warum sich ein leichtes E-Bike lohnt
Natürlicheres Fahrgefühl: Ein geringeres Gewicht bringt dich näher an das Handling eines klassischen Fahrrads.
Bessere Handhabung: Leichter zu tragen, zu verladen und über Hindernisse zu heben.
Geringerer Akkuverbrauch: Weniger Gewicht bedeutet weniger Kraftaufwand für den Motor – das schont die Reichweite.
Weniger auffällig für Diebe: Ohne dominanten Akku im Rahmen wirken viele leichte E-Bikes wie normale Fahrräder.
Was macht ein E-Bike leicht (oder schwer)?
Diese Bauteile bestimmen das Gewicht
Bauteil
Typisches Gewicht
Einfluss
Rahmen
Carbon leichter, Aluminium günstiger
Materialwahl ist der größte Hebel
Akku
ca. 2,5–3 kg (400–500 Wh)
kleinere Kapazität = weniger Gewicht, aber auch weniger Reichweite
Motor
ca. 2,5–4 kg
stärkere Motoren wiegen tendenziell mehr
Laufräder
ca. 1–2 kg pro Rad
größere, robustere Räder wiegen mehr
Die besten leichten E-Bikes in verschiedenen Kategorien
Leichte City- und Pendler-E-Bikes
Coboc eCycle F1
Das eCycle F1 des deutschen Herstellers Coboc wiegt nur rund 10,8 kg und versteckt Akku sowie Hinterradmotor komplett im Rahmen – auf den ersten Blick ein klassisches Fahrrad. Ein Echtzeit-Algorithmus wertet die Signale eines Drehmomentsensors an der Hinterachse aus und passt die Unterstützung automatisch an deine Trittkraft an, der Riemenantrieb (Gates Carbon Drive) hält deine Kleidung sauber.
Mit einem geräuscharmen, gemeinsam mit Mahle entwickelten SL-1.2-Motor (50 Nm) und einem Gewicht von rund 14,9 kg in der Carbon-Ausführung bringt das Turbo Vado SL 2 spürbar mehr Leichtigkeit in die Trekking-Klasse als die reguläre Vado-Reihe (die eher bei 23 kg liegt). Die Alu-Variante liegt mit 18 bis 20 kg deutlich darüber, bleibt aber immer noch unter einem klassischen Trekking-E-Bike. Der kompakte Akku lässt sich bei Bedarf um einen 160-Wh-Range-Extender erweitern.
Mit rund 12 kg gehört das SuperSix EVO Neo 3 zu den leichtesten E-Bikes überhaupt — und ist, anders als der Name vermuten lässt, kein Pendler-, sondern ein echtes Rennrad: Cannondale führt es in der eigenen "E-Road"-Kategorie, mit Rennlenker, Rennrad-Geometrie und Shimano-105-Gruppe. Der versteckte Mahle-ebikemotion-X35-Hinterradnabenmotor (250 W / 40 Nm) arbeitet mit einem kompakten Akku zusammen und bleibt dabei fast unsichtbar – der Carbonrahmen sorgt zusätzlich für ein agiles, sportliches Fahrgefühl.
Auch das Orbea Gain ist trotz seiner Alltagstauglichkeit in erster Linie ein Rennrad: Orbea selbst positioniert es als E-Rennrad mit Endurance-Geometrie, nicht als Trekking- oder Pendel-Bike. Der Carbonrahmen (OMR-Carbon) hält das Gewicht niedrig, während der aktuelle Mahle-X20-Nabenmotor (55 Nm) mit 350-Wh-Akku spürbare, aber dezente Unterstützung liefert — der flache Rennlenker sorgt trotzdem für eine komfortablere Sitzposition als bei reinen Rennmaschinen, was das Gain auch für längere Pendelstrecken interessant macht.
Das E-Caliber zeigt, dass auch E-Mountainbikes deutlich unter 20 kg bleiben können: Mit entnehmbarem Fazua-Antriebssystem (ca. 4,6 kg), Carbonrahmen und der hauseigenen IsoStrut-Hinterbaufederung (60 mm Federweg) wiegt das leichteste Modell nur etwa 15 kg – ein Wert, den sonst eher klassische E-Rennräder erreichen, bei voller Cross-Country-Tauglichkeit.
Das Brompton Electric C Line faltet sich in Sekunden zusammen und bringt mit dem neuen e-Motiq-Antrieb (250 W / 24 Nm Hinterradmotor mit Drehmomentsensor) inklusive der 345-Wh-Batterie rund 16,6 kg auf die Waage – damit ist es kein Leichtgewicht wie ein Coboc oder Cannondale, aber deutlich handlicher als ein klassisches E-Bike. Der stahlverstärkte Rahmen und die herausnehmbare Batterie sind auf Langlebigkeit und einfaches Verladen in Bus und Bahn ausgelegt.
Das Eovolt City X bringt mit rund 15 kg kompakte Faltmaße und einen Bafang-Nabenmotor (36 V / 250 W), eine Shimano-Nexus-3-Gang-Nabenschaltung und Riemenantrieb zusammen und eignet sich damit ideal für die letzte Meile zwischen Bahnhof und Büro – auch wenn es mit 15 kg kein besonders leichtes Faltrad ist, sondern eher im Mittelfeld dieser Kategorie liegt.
Preis-Leistung: Leichtere Modelle sind wegen der Materialkosten (Carbon, kompakte Motoren) tendenziell teurer.
Reichweite vs. Gewicht: Ein kleinerer Akku spart Gewicht, reduziert aber auch die Reichweite – überlege ehrlich, wie weit deine typischen Strecken sind.
Einsatzzweck: Für die Stadt reicht oft ein kompakter Nabenmotor, fürs Gelände lohnt sich ein stärkerer Mittelmotor trotz etwas mehr Gewicht. Und wer eigentlich ein Rennrad sucht, sollte gezielt nach E-Rennrädern wie dem Cannondale SuperSix EVO Neo oder dem Orbea Gain schauen statt nach Trekking- oder City-Bikes — die Geometrie macht hier den entscheidenden Unterschied.
Gibt es Nachteile bei einem leichten E-Bike?
Ja – meist an anderer Stelle: Wer viel Akkuleistung und starke Motorunterstützung möchte, muss oft etwas tiefer ins Portemonnaie greifen oder Kompromisse bei der Reichweite eingehen. Bei E-Lastenrädern etwa ist ein geringes Gewicht wegen der nötigen Stabilität kaum realisierbar – hier zählt Tragfähigkeit mehr als Leichtigkeit.
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Fazit
Leichte E-Bikes sind längst kein Nischenprodukt mehr: Zwischen 10 und 17 kg bekommst du heute echte Alltagstauglichkeit, ohne auf ein natürliches Fahrgefühl zu verzichten — egal ob du ein Rennrad, ein Pendel-Bike oder ein Faltrad suchst. Wichtiger als das Gewicht allein ist am Ende, dass Kategorie, Reichweite und Motorleistung zu deinem Einsatzzweck passen.
E-Bikes unter etwa 17 kg gelten als leicht – die meisten Modelle wiegen sonst zwischen 18 und 30 kg.
Warum sind leichte E-Bikes oft teurer?
Leichtbau-Materialien wie Carbon sowie kompakte, aufwendig entwickelte Motoren und Akkus treiben den Preis nach oben.
Verliere ich bei einem leichten E-Bike Reichweite?
Häufig ja, da leichtere Akkus meist eine geringere Kapazität haben. Modelle wie das Specialized Turbo Vado SL 2 zeigen aber, dass sich beides mit einem Range Extender kombinieren lässt.
Eignen sich leichte E-Bikes auch fürs Gelände?
Ja, mit Einschränkungen – leichte E-Mountainbikes wie das Trek E-Caliber sind eher auf Cross-Country als auf Downhill ausgelegt.
Sind das Cannondale SuperSix EVO Neo und das Orbea Gain Trekking- oder Pendel-Bikes?
Nein, beide sind echte Rennräder mit Rennlenker und sportlicher Geometrie, die ihre Hersteller selbst als E-Rennräder vermarkten. Sie eignen sich zwar auch fürs Pendeln, wer aber gezielt ein Trekking- oder City-E-Bike sucht, ist mit Modellen wie dem Specialized Turbo Vado SL 2 oder dem Coboc eCycle F1 besser beraten.
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