Welcher Motor ist der beste für mein E-Bike?


Die wichtigste Komponente eines E-Bikes bzw. Pedelecs ist der Motor – dabei wählst du aus einer Vielzahl an Herstellern. Jeder Motor-Hersteller bietet zahlreiche Modelle für unterschiedliche Einsatzgebiete an. Das kann für E-Bike-Neulinge schnell überfordernd wirken.


Als beliebte Produzenten haben sich unter anderem Bosch und Brose sowie Fazua herauskristallisiert. Manche E-Bike-Marken wie Cube vertrauen auch voll und ganz auf Motoren eines einzelnen Herstellers, in diesem Fall Bosch.


Wir erklären dir die wichtigsten Begriffe, die im Zusammenhang mit E-Bike-Motoren fallen und welche Bedeutung sie für deine Entscheidung haben!

Welche Antriebe gibt es bei E-Bike-Motoren?

Motor ist nicht gleich Motor. Die Basis bildet eines von drei Antriebskonzepten, die wir bereits im Detail im Blog behandelt haben.


Kurz zusammengefasst: Die Art des Antriebs legt fest, wo sich der Motor deines E-Bikes befindet und hat direkte Auswirkungen auf den Fahrstil.

  • Der Mittelmotor ist ein zuverlässiger Begleiter, mit dem du in allen Situationen bestens ausgerüstet bist. Dafür liegt er preislich im oberen Bereich.
  • Der Nabenmotor am Hinterrad verleiht ein sportliches Fahrgefühl und eignet sich besonders für den Lastentransport. An sehr steilen Strecken kommt er jedoch an seine Grenzen.
  • Der Vorderrad-Nabenmotor ist der preiswerteste Antrieb und lässt sich sehr leicht nachrüsten. Die ungünstige Gewichtsverteilung beeinflusst jedoch das Fahrverhalten.

Im Großen und Ganzen überwiegen die Vorteile des Mittelmotors, weshalb der Markt überwiegend von ihm dominiert wird.

Welche Faktoren berücksichtigst du bei der Wahl des Motors?

Unabhängig davon, für welchen Antrieb du dich entschieden hast – du wirst mit vielen Begriffen konfrontiert, die einer Erklärung bedürfen.


Leistung, Akku-Kapazität, Reichweite und Drehmoment sind allesamt Größen, die in einer Wechselwirkung zueinander stehen und beeinflussen, ob der Motor zu deinem Einsatzgebiet passt. 


Schauen wir uns die Begriffe und deren Bedeutung im Detail an.

Die Leistung des E-Bike-Motors 

Die Leistung eines E-Bike-Motors ist in Deutschland auf 250 Watt begrenzt. In der Regel schöpfen alle Hersteller diesen Grenzwert komplett aus, weshalb die Entscheidung in dieser Hinsicht leicht fällt. Überschreitet der Motor diese Leistung, benötigst du ein Versicherungskennzeichen für dein E-Bike – streng genommen handelt es sich dann um ein S-Pedelec.


Zudem ist gesetzlich geregelt, dass die Tretkraftunterstützung nur bis 25 Kilometer pro Stunde (km/h) greifen darf. Für die Höchstgeschwindigkeit deines E-Bikes ist die Leistung folglich nicht relevant.


Vielmehr kommt es deshalb darauf an, wie schnell der Motor seine Höchstleistung erzielen kann – was uns zum nächsten Punkt, dem Drehmoment, bringt.

Was sagt das Drehmoment über den Motor aus?

Das Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) angegeben und ist ein Maß dafür, wie viel Kraft der Motor ausüben kann. Bei einem Fahrrad wirkt das Drehmoment beim Treten über die Kurbel auf die Tretlagerachse. 


Je größer das Drehmoment, desto niedriger ist die benötigte Trittfrequenz, um die maximale Unterstützung (250 Watt) des Motors zu erhalten. Einfacher ausgedrückt: Je größer das Drehmoment, desto leichter ist es für dich, dein E-Bike auf eine gewisse Geschwindigkeit zu bringen.


Das Drehmoment bestimmt daher auch, wie schwer es ist, ein E-Bike zu treten, wenn es bergauf geht. Beim Anfahren (besonders mit Lasten) oder bei Bergauffahrten trittst du langsamer in die Pedale - dementsprechend hoch muss also das Drehmoment des Motors sein, um die volle Unterstützung zu erhalten.

Wie wichtig ist die Akku-Kapazität?


Die Kapazität des Akkus wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Meistens gibt es hierbei verschiedene Optionen von 250 Wh bis hin zu 1.000 Wh und mehr. 


Je größer die Kapazität, desto höher ist generell auch die Reichweite deines E-Bikes oder Pedelecs. Wie weit du letztendlich kommst, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab:

  • Der benutzten Unterstützungsstufe: Wie sehr lässt du den Motor arbeiten bzw. wie stark trittst du eigenständig in die Pedale?
  • Dem Gewicht: Mehr Ballast, sei es durch Körpergewicht oder Gepäck, erfordert mehr Motorkraft.
  • Dem Gelände: Bei Berganstiegen muss der Motor natürlich schwerer arbeiten als auf Ebenen oder bergab.

Das Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) angegeben und ist ein Maß dafür, wie viel Kraft der Motor ausüben kann. Bei einem Fahrrad wirkt das Drehmoment beim Treten über die Kurbel auf die Tretlagerachse. 


Je größer das Drehmoment, desto niedriger ist die benötigte Trittfrequenz, um die maximale Unterstützung (250 Watt) des Motors zu erhalten. Einfacher ausgedrückt: Je größer das Drehmoment, desto leichter ist es für dich, dein E-Bike auf eine gewisse Geschwindigkeit zu bringen.


Das Drehmoment bestimmt daher auch, wie schwer es ist, ein E-Bike zu treten, wenn es bergauf geht. Beim Anfahren (besonders mit Lasten) oder bei Bergauffahrten trittst du langsamer in die Pedale - dementsprechend hoch muss also das Drehmoment des Motors sein, um die volle Unterstützung zu erhalten.Sportliche Fahrten durch das Gelände verlangen dem Akku dementsprechend mehr ab als kurze Strecken innerhalb der Stadt. Stimme die Akku-Kapazität also auf jeden Fall auf deine Pläne ab, denn höhere Kapazitäten werden schnell kostspielig. Am besten lässt du dich hierzu persönlich beim Händler beraten.

Welche Motor-Modelle gibt es für E-Bikes?


Unsere eben erlangten Kenntnisse bezüglich Drehmoment spiegeln sich in den Daten der einzelnen Motoren wider. 


Mit City E-Bikes bist du vorwiegend in der Stadt unterwegs und musst keine Berge befahren. Deswegen weisen die dafür vorgesehenen Motoren ein niedriges Drehmoment auf, mit dem du sanft anfährst.


Folgende Modelle werden unter anderem für City E-Bikes angeboten und haben jeweils die maximal zulässige Leistung von 250 Watt:

  • Bosch Active Line mit 40 Nm Drehmoment, Akku-Kapazität 300 - 1.250 Wh
  • Brose Drive C mit 50 Nm Drehmoment, Akku-Kapazität 630 Wh

Das Drehmoment der E-Mountainbike-Motoren ist größer, um dich im Gelände optimal zu unterstützen und selbst bei Steigungen schnell anfahren zu lassen. 


Folgende Modelle bieten sich an:

  • Bosch Performance Line CX mit 85 Nm Drehmoment, Akku-Kapazität 300 - 1250 Wh
  • Brose Drive S mit 90 Nm Drehmoment, Akku-Kapazität 630 Wh

Übrigens: Bei allen Modellen handelt es sich um Mittelmotoren, die grundsätzlich für alle Zwecke einsetzbar sind. Bei den Mountainbike-Motoren sind zudem die maximalen Unterstützungsstufen höher als bei den City-Bike-Motoren.

Diese Liste dient selbstverständlich nur zur ersten Orientierung – es gibt zahlreiche weitere Motoren mit unterschiedlichen Features und Preislagen für jedermann.

Fazit: Leichter als gedacht?

Wie du siehst, ist die Wahl des Motors zunächst alles andere als einfach. Gehst du jedoch strukturiert vor und hast ein grobes Verständnis für die Begrifflichkeiten, findest du ohne Probleme einen passenden Motor für dein E-Bike oder Pedelec.


Hinsichtlich des Antriebs wirst du in den meisten Fällen auf Mittelmotoren stoßen, es sei denn, du suchst explizit nach einem anderen Motor. Nabenmotoren, besonders am Vorderrad, sind nur noch selten aufzufinden. Ebenfalls wirst du nur schwer Antriebe finden, die die maximal zulässigen 250 Watt nicht komplett ausschöpfen.


Zwei Entscheidungen werden dir also mehr oder weniger abgenommen – umso schneller kannst du dich aufs Rad schwingen!