Specialized, Canyon & Co.: Wer dominiert den E-Gravel-Markt?

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 03. Februar 2026  |  10 Min. Lesezeit

Gravel-Bikes sind das große Ding aktuell. Egal ob man selber fährt, oder sich stundenlang Videos über Bikepackingtouren mit dem Gravel Bike gibt, das Gravel-Segment ist allgegenwärtig. Das liegt auch daran, dass die Hersteller sich gegenseitig übertreffen, was neue Modelle angeht.

Die einen pushen das Thema maximal Richtung Light-Assist-Racer mit möglichst natürlichem Ride-Feeling und wenig Systemgewicht. Andere gehen eher den Adventure-Weg mit dicken Reifen, hoher Compliance, viel Reichweite und sattem Mid-Drive-Support für lange Tage im Gelände. Und dann gibt’s wiederum Marken, die ihre E-Graveler fast schon wie kleine Dropbar-E-MTBs aufbauen, inklusive progressiver Geo, Federung und massivem Offroad-Fokus.

Genau deshalb wollten wir den Markt einmal sauber nach Fahrertypen auseinanderdröseln. Also: Welche Hersteller bauen die spannendsten Bikes für schnelle Gravel-Overnighter, welche Plattformen funktionieren brutal gut fürs Bikepacking und welche E-Graveler fühlen sich eher nach „Roadbike mit Rückenwind“ an. Von Specialized über Canyon bis hin zu BMC, Scott oder Cannondale, jede Marke verfolgt aktuell ihren ganz eigenen Ansatz.

Der E-Gravel Markt boomt

Selbst klassische Rennradfahrer, die elektrischer Unterstützung früher eher, freundlich ausgedrückt, “skeptisch” gegenüberstanden, entdecken die Vorteile der light assist Motoren für sich. Besonders Bosch SX, der TQ HPR50 oder Specializeds eigener SL-Motor haben das Segment massiv verändert.

Denn moderne E-Gravelbikes fahren sich heute deutlich natürlicher als Gravel E-Bikes älterer. Die Motoren arbeiten leise, greifen sanft ein und verschwinden optisch fast komplett im Rahmen. Gleichzeitig eröffnen sie völlig neue Möglichkeiten: längere Touren, mehr Höhenmeter, weniger Stress bei Gegenwind und deutlich entspannteres Bikepacking mit Gepäck. Genau diese Vielseitigkeit macht E-Gravelbikes aktuell so interessant.

Dazu kommt ein weiterer Punkt: E-Gravelbikes treffen aktuell exakt den Nerv der Szene. Sie sind sportlicher als Trekkingbikes, vielseitiger als Rennräder und deutlich effizienter als viele E-MTBs. 

Specialized: Der High-End-Allrounder für ambitionierte Fahrer

Wenn es aktuell einen Hersteller gibt, der den modernen E-Gravelmarkt stark prägt, dann ist es definitiv Specialized.

Besonders das Turbo Creo ist mittlerweile fast schon das Referenzmodell für das gesamte Segment. Das liegt vor allem daran, dass Specialized extrem früh verstanden hat, was viele E-Gravelfahrer eigentlich wollen: kein schweres SUV-E-Bike mit Rennlenker, sondern ein möglichst natürlich fahrendes Performance-Bike.

Das aktuelle Turbo Creo 2 gilt deshalb für viele Tester als eines der besten Gesamtpakete am Markt. Besonders hervorgehoben werden die natürliche Motorcharakteristik, die hohe Reichweite und das enorme Vertrauen, das das Bike selbst im Gelände vermittelt.

Specialized richtet sich damit vor allem an:

Fahrertyp Warum Specialized passt
Sportliche Langstreckenfahrer Sehr natürliches Fahrgefühl und hohe Reichweite
Performance-orientierte Gravel-Fahrer Leicht, schnell und extrem präzise im Handling
Bikepacking-Enthusiasten Große Reifenfreiheit und vielseitige Geometrie
Rennradfahrer mit E-Support-Wunsch Sehr „analoger“ Charakter trotz Motor

Das Besondere bei Specialized ist außerdem die super gelungene Systemintegration. Motor, Software, App und Reichweitenmanagement sind wirklich gut aufeinander abgestimmt. Gerade Fahrer, die viel Wert auf Technik, Feintuning und moderne Connectivity legen, fühlen sich hier zuhause.

Der Nachteil liegt allerdings ebenfalls auf der Hand: günstig ist das Ganze nicht, zumindest nicht neu. Specialized bewegt sich im Premiumsegment sowohl bei den Bikes selbst als auch bei Ersatzteilen und Zubehör. 

Canyon: Der Preis-Leistungs-König unter den sportlichen E-Gravelbikes

Canyon verfolgt im E-Gravelbereich einen deutlich progressiveren Ansatz als viele klassische Gravel-Hersteller. Während Marken wie Specialized stark auf ein möglichst natürliches, fast analoges Fahrgefühl setzen, orientiert sich Canyon stärker an moderner Adventure- und Performance-Technik. Die Bikes wirken sportlicher, direkter und teilweise fast wie eine Mischung aus Race-Gravelbike und leichtem E-MTB.

Besonders spannend ist dabei die Kombination aus aggressiver Geometrie, viel Reifenfreiheit und den kräftigen Bosch-Antrieben des Smart Systems. Gerade das Canyon Grail:ON zeigt ziemlich gut, wohin die Reise geht: mehr Stabilität im Gelände, mehr Reserven bei langen Anstiegen und insgesamt ein deutlich souveräneres Fahrgefühl auf anspruchsvollen Strecken.

Im echten Fahrbetrieb merkt man schnell, dass Canyon weniger den klassischen „Coffee Ride“-Gravel-Fahrer im Fokus hat. Die Bikes fühlen sich eher nach schnellen Schotterraketen für lange Abenteuer, Bikepacking oder alpine Touren an. Selbst mit Gepäck oder auf grobem Untergrund bleiben die aktuellen Grail:ON-Modelle erstaunlich ruhig und spurtreu.

 

Typische Canyon-Fahrer sind deshalb:

Fahrertyp Warum Canyon passt
Leistungsorientierte Fahrer Kräftige Motorisierung und sportliche Geometrie
Adventure- und Offroad-Fans Sehr stabiles Handling im Gelände
Preisbewusste Performance-Fahrer Viel Ausstattung fürs Geld
Technikaffine Bosch-Fans Modernes Smart-System-Ökosystem

Dazu kommt ein Punkt, der Canyon generell stark macht: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerade im Vergleich zu vielen US- oder Boutique-Marken bekommt man hier oft sehr moderne Ausstattung, hochwertige Carbonrahmen und aktuelle Bosch-Technik zu einem vergleichsweise aggressiven Preis.

Interessant ist außerdem, dass Canyon aktuell sehr stark von Entwicklungen wie dem Bosch CX Upgrade 2.0 profitieren dürfte. Die sportlichen Charaktere der Bikes harmonieren extrem gut mit den neuen Bosch-Features wie Extended Boost, individualisierbaren Fahrmodi oder der deutlich aggressiveren Leistungsentfaltung.

Kurz gesagt: Weniger Komfort-Cruiser,  aber dafür eine richtig sportliche Schottermaschine.

BMC: Für Fahrer, die maximal ins Gelände wollen

BMC baut einige der aggressivsten und geländetauglichsten E-Gravelbikes am Markt. Während zahlreiche Marken versuchen, ihre Bikes möglichst leicht, minimalistisch oder straßenorientiert wirken zu lassen, geht BMC bewusst in Richtung technische Offroad-Performance. Das merkt man bereits nach wenigen Metern.

Das URS AMP LT zeig da mehr als deutlich, wohin die Reise hier geht: Massiver Federweg, flache Geometrie, breite Reifen und ein TQ-Motor, der das Bike fast schon in Richtung Light-E-MTB schiebt. Besonders in technischem Terrain gilt das URS aktuell als eines der stärksten Bikes überhaupt. Gerade im technischen Gelände spielt das Konzept seine Stärken aus. Lose Schotterabfahrten, ausgewaschene Waldwege, steile Rampen oder alpine Militärstraßen fühlen sich auf dem URS deutlich entspannter an als auf klassischen Race-Gravelbikes. Das Bike bleibt extrem ruhig, vermittelt viel Kontrolle und fordert den Fahrer gleichzeitig weniger permanent heraus.

Interessant ist dabei vor allem der Charakter des TQ-Systems. Anders als aggressive Bosch- oder DJI-Setups wirkt der TQ-Motor sehr subtil und natürlich. Die Unterstützung schiebt weich an, bleibt leise und integriert sich extrem harmonisch ins Fahrgefühl. Genau deshalb funktioniert das Bike trotz seines massiven Offroad-Fokus nie wie ein „Mini-Motorrad“, sondern weiterhin wie ein sportliches Gravelbike mit sehr viel zusätzlicher Reserve.

Fahrertyp Warum BMC passt
Technische Offroad-Graveler Sehr laufruhige Plattform mit starkem Fokus auf Kontrolle im roughen Terrain
Alpen- und Höhenmeter-Fahrer TQ-Motor unterstützt extrem natürlich bei langen Climb-Sektionen
Dropbar-Trailfahrer Progressive Geometrie und Federung fühlen sich fast wie ein Light-E-MTB an
Performance-orientierte Adventure-Fahrer Hohe Stabilität bei Speed, auch auf anspruchsvollen Schotterabfahrten
Bike-Bubble-Enthusiasten Sehr technisches, modernes Konzept mit klarer Premium-Ausrichtung

Dazu kommt die typische BMC-DNA: sehr hochwertige Carbonrahmen, extrem saubere Integration und ein klarer Premium-Anspruch. Die Bikes wirken entsprechend modern, technisch und kompromisslos performanceorientiert. Genau deshalb sieht man BMC aktuell auch sehr häufig bei Fahrern, die eigentlich aus dem MTB-Bereich kommen und bewusst auf ein schnelleres, effizienteres Dropbar-Konzept wechseln wollen. BMC richtet sich damit klar an Fahrer, denen klassische Gravelstrecken längst nicht mehr reichen. Wer viel auf Waldtrails, alpinen Schotterpisten oder sehr ruppigen Wegen unterwegs ist, findet hier wahrscheinlich eines der spannendsten Konzepte überhaupt.

Das ist allerdings nichts für Minimalisten. Die Bikes sind teuer, technisch komplex und klar performanceorientiert.

Cannondale: Für Rider, die eigentlich kein „klassisches“ E-Bike wollen

Cannondale fährt im E-Gravel-Segment aktuell einen ziemlich eigenen Ansatz, das macht die Marke für viele Rider aus der Road- und Gravel-Bubble so spannend.

Während andere Hersteller immer mehr Richtung Adventure-Tank oder Dropbar-Light-E-MTB gehen, versucht Cannondale seine Bikes möglichst nah am klassischen Performance-Gravel zu halten. 

Gerade das Synapse Neo Allroad zeigt das ziemlich deutlich. Das Bike wirkt extrem leichtfüßig, beschleunigt sehr direkt und fährt sich selbst ohne Motorunterstützung erstaunlich effizient. Genau deshalb beschreiben viele Tester das Bike eher als sportliches Endurance-Bike mit Motor als als klassisches E-Gravelbike.

Darin liegt aktuell auch die Stärke von Cannondale: Die Bikes wollen nicht maximal viel Drehmoment liefern oder jede Schotterrampe komplett wegbügeln. Stattdessen geht es eher darum, die natürliche Dynamik eines schnellen Gravelbikes zu erhalten und nur dort Support zu liefern, wo er wirklich Sinn ergibt.

Für welche Rider Cannondale besonders interessant ist Warum die Marke hier stark performt
Rennradfahrer, die ins Gravel-Segment wechseln wollen Sehr roadbike-nahes Handling mit sportlicher Sitzposition und wenig klassischem E-Bike-Gefühl.
Sportliche Gravel-Rider mit Fokus auf Speed Die Bikes fühlen sich agil, direkt und effizient an — besonders auf schnellen Schotter- und Asphaltstücken.
Fahrer, die möglichst wenig Motorcharakter wollen Cannondale setzt stark auf natürliche Unterstützung statt auf aggressiven Motor-Push.
Gravel-Fahrer, die oft oberhalb der 25-km/h-Grenze fahren Die Plattform bleibt auch ohne aktive Unterstützung angenehm dynamisch und leicht rollend.
Sportliche Pendler mit Gravel-Background Schnell genug für den Alltag, gleichzeitig souverän auf schlechten Wegen oder Gravel-Abkürzungen.
Rider aus der klassischen Bike-Bubble Besonders interessant für Fahrer, die Wert auf Geometrie, Fahrdynamik und geringes Systemgewicht legen.

Gerade Fahrer, die sonst viel auf Roadbikes oder schnellen Gravel-Plattformen unterwegs sind, fühlen sich deshalb oft sofort zuhause. Das Bike fährt sich agil, lebendig und deutlich weniger nach „Motorbike“ als viele schwerere Konkurrenzmodelle.

Natürlich hat dieser Ansatz auch Grenzen. Wer maximale Akku-Reichweite, ultrabreite Reifenfreiheit oder brutale Offroad-Reserven sucht, wird bei anderen Herstellern wahrscheinlich glücklicher. Cannondale baut aktuell eher schnelle Performance-Bikes für Rider, die ein sportliches Fahrgefühl priorisieren, nicht den maximalen Motor-Boost.

Scott: Der vielseitige Technologieträger

Scott verfolgt im E-Gravelbereich einen deutlich ausgewogeneren Ansatz als viele andere Hersteller. Während Marken wie BMC sehr stark Richtung Trail und Offroad drücken und Specialized häufig das möglichst analoge Fahrgefühl priorisiert, versucht Scott vor allem eines: maximale Vielseitigkeit.

Genau das merkt man besonders beim Scott Solace Gravel eRide. Das Bike bewegt sich irgendwo zwischen sportlichem Langstrecken-Graveler, modernem Adventure-Bike und schnellem Performance-Commuter. Es fühlt sich weder extrem race-lastig noch übermäßig offroad-orientiert an. Stattdessen wirkt das gesamte Konzept erstaunlich ausgewogen.

Ein großer Faktor dafür ist der TQ-HPR50-Motor. Scott nutzt das sehr natürliche Motorsystem bewusst nicht als brutale Kraftmaschine, sondern eher als harmonische Unterstützung im Hintergrund. Gerade erfahrene Fahrer schätzen genau das. Das Bike beschleunigt nicht aggressiv oder künstlich, sondern vermittelt eher das Gefühl, dauerhaft einen außergewöhnlich guten Tag auf dem Rad zu haben.

Besonders interessant wird das im Alltag zwischen unterschiedlichen Einsatzbereichen. Asphalt, Schotter, längere Bikepacking-Etappen, schnelle Trainingsrunden oder schlechter Pendel-Untergrund – das Solace fühlt sich fast überall zuhause. Genau dadurch hebt sich Scott aktuell ziemlich stark von vielen spezialisierteren E-Gravel-Konzepten ab.

Dazu kommt die typische Scott-DNA: sehr moderne Carbon-Plattformen, cleane Integration und ein starkes Augenmerk auf Gesamtbalance statt reiner Motorpower. Das Bike wirkt dadurch fast ein wenig wie ein „Schweizer Taschenmesser“ unter den modernen E-Gravelbikes.

Gerade bei langen Touren spielt das Konzept seine Stärke aus. Das Handling bleibt auch mit Gepäck ruhig und kalkulierbar, gleichzeitig fühlt sich das Bike auf Asphalt nie träge an. Viele Fahrer beschreiben das Solace deshalb eher als sehr schnelles Endurance-Bike mit enormer Offroad-Toleranz als als klassisches E-Gravelbike.

Interessant ist außerdem, dass Scott bewusst nicht dem aktuellen Leistungs-Wettrüsten folgt. Während andere Hersteller immer aggressivere Motorcharakteristiken pushen, setzt Scott stärker auf Effizienz, Balance und ein möglichst natürliches Gesamtfahrgefühl. Genau deshalb wirken die Bikes oft deutlich harmonischer und weniger hektisch als manche High-Power-Konkurrenten.

Scott eignet sich deshalb besonders für Fahrer, die sich bewusst nicht auf eine einzige Disziplin festlegen wollen. Die Bikes können vieles gleichzeitig ziemlich gut, und genau darin liegt aktuell ihre größte Stärke.

Während man bei BMC oder Secialiced E-Gravelbikes extrem spezialisiert wirken, fühlt sich das Solace Gravel eRide eher wie eine moderne Plattform für fast jede Art von Abenteuer an. Nicht maximal aggressiv, nicht maximal minimalistisch, sondern einfach extrem vielseitig und erstaunlich stimmig abgestimmt. Ein echtes Allroundbike.

Fazit: Der beste E-Gravel-Motor ist eine Typfrage

Giant verfolgt im E-Gravelbereich einen deutlich pragmatischeren Ansatz als viele europäische Premium-Marken. Während Hersteller wie Specialized, Scott oder BMC sehr stark über Fahrgefühl, Integration und minimale Motorcharakteristik argumentieren, konzentriert sich Giant stärker auf das, was viele Fahrer im Alltag tatsächlich brauchen: Reichweite, Souveränität und möglichst stressfreie Unterstützung auf langen Touren.

Das merkt man besonders beim Giant Revolt E+. Das Bike fühlt sich weniger wie ein ultrafiligranes Race-Gravelbike an, sondern eher wie ein extrem belastbares Adventure-Tool für lange Tage im Sattel. Genau deshalb sprechen Giant-Bikes oft Fahrer an, die wirklich viele Kilometer machen, viel Gepäck transportieren oder regelmäßig in anspruchsvollem Terrain unterwegs sind.

Ein zentraler Unterschied ist dabei der Yamaha-basierte SyncDrive-Antrieb. Der Motor liefert kräftige 85 Nm und baut seine Unterstützung sehr direkt und souverän auf. Besonders an langen Anstiegen merkt man schnell, dass Giant hier bewusst nicht auf maximale Minimalistik setzt. Das System soll Reserven bieten — auch dann noch, wenn die Beine nach mehreren Stunden langsam schwer werden.

Gerade mit Gepäck spielt das Konzept seine Stärke aus. Viele leichtere E-Gravelbikes fahren sich mit Taschen oder Bikepacking-Setup schnell nervös oder verlieren ihre Agilität. Das Revolt E+ bleibt dagegen erstaunlich stabil und ruhig. Besonders auf langen Schotteranstiegen oder schnellen Abfahrten vermittelt das Bike viel Sicherheit. Dazu kommt, dass Giant traditionell sehr viel Wert auf Zugänglichkeit legt. Die Bikes wirken weniger „Bike Bubble elitär“ als manche High-End-Konkurrenten. Neue Fahrer steigen deshalb relativ schnell mit Giant in die E-Gravel-Welt ein, weil das Fahrgefühl unkompliziert, berechenbar und kraftvoll wirkt.

Natürlich bringt dieses Konzept auch Nachteile mit sich. Giant-Bikes sind oft etwas schwerer und wirken weniger verspielt oder filigran als etwa ein Specialized Creo oder ein leichtes TQ-Bike von Scott oder BMC. Genau das empfinden viele Tourenfahrer aber sogar als angenehm. Das Bike fährt sich satt, stabil und extrem souverän, fast schon ein wenig wie ein SUV unter den E-Gravelbikes.

Besonders spannend ist Giant deshalb für Fahrer, die ihr E-Gravelbike wirklich vielseitig nutzen wollen: lange Bikepacking-Abenteuer, Mittelgebirge, Alpenpässe, schlechte Waldwege oder Pendelstrecken mit viel Gepäck. Genau dort spielt die Plattform ihre Stärken aus.

Fahrertyp Warum Scott passt
Allround-Graveler Sehr ausgewogene Plattform zwischen Straße, Schotter und Alltag
Bikepacker Stabiles Handling auch mit Gepäck und langen Tagesetappen
Sportliche Tourenfahrer Natürliches Motorgefühl ohne übertriebene E-Bike-Charakteristik
Pendler mit Performance-Anspruch Schnell auf Asphalt, souverän auf schlechten Wegen
Fahrertyp Warum Giant passt
Bikepacker mit viel Gepäck Kräftiger Motor, hohe Stabilität und souveränes Handling auch voll beladen
Fahrer in bergigen Regionen Sehr starke Unterstützung bei langen oder steilen Climb-Sektionen
Komfortorientierte Tourenfahrer Ruhiges, sicheres Fahrverhalten mit hoher Langstreckentauglichkeit
E-Bike-Einsteiger Unkompliziertes und vertrauenerweckendes Fahrgefühl ohne Nervosität
Langstrecken-Abenteurer Hohe Reichweite und robuste Plattform für viele Stunden im Sattel
Fahrer mit Fokus auf Alltagstauglichkeit Sehr vielseitig zwischen Tour, Pendeln und Adventure-Einsatz

Dafür nehmen Giant-Bikes oft etwas mehr Gewicht in Kauf. Das Fahrgefühl ist deshalb weniger filigran als etwa bei Specialized oder Cannondale. Für viele Fahrer ist genau das aber sogar ein Vorteil. Giant baut damit aktuell einige der bodenständigsten und gleichzeitig praktischsten E-Gravelbikes am Markt. Weniger ultraleichte Prestige-Maschine für die Bike-Bubble, sondern eher ein kraftvoller Dauerläufer für echte Langstreckenabenteuer.

Fazit: Der E-Gravel-Markt spaltet sich gerade in komplett unterschiedliche Bike-Welten auf

Genau das wurde bei unserem Vergleich in der Upway Redaktion eigentlich ziemlich schnell klar: „Das beste E-Gravelbike“ gibt es aktuell kaum noch. Stattdessen entwickeln sich die Hersteller immer stärker in komplett unterschiedliche Richtungen.

Darin liegt gerade die spannende Entwicklung im gesamten Markt: E-Gravelbikes entfernen sich zunehmend vom klassischen „Motor am Gravelbike“-Ansatz und entwickeln sich zu eigenen Subkategorien. Manche Bikes fühlen sich mittlerweile wie elektrische Endurance-Racer an. Andere wie ultraleichte Adventure-Bikes. Wieder andere fast wie kleine E-MTBs mit Rennlenker.

Deshalb würden wir aktuell auch nicht einfach nach Motorleistung, Akkugröße oder Gewicht kaufen. Viel wichtiger ist die Frage, wie du wirklich fährst. Schnelle Feierabend-Rides? Mehrtagestouren? Viel Asphalt? Technische Waldtrails? Höhenmeter ohne Ende? 

Egal wofür du dich entscheidest, wir haben für dich bei Upway von jedem der Hersteller ein geiles Bike für dich. 

Häufig gestellte Fragen

Welcher Hersteller baut aktuell die besten E-Gravelbikes?

Das hängt stark vom Fahrstil ab. Specialized gilt aktuell für viele als Referenz im Premium-Light-Assist-Segment, während Canyon besonders viel Performance fürs Geld bietet. Wer sehr technisch und offroadlastig fährt, landet oft bei BMC oder Scott.

Für wen lohnt sich ein E-Gravelbike überhaupt?

Light-Assist-Motoren sind leichter, kompakter und deutlich subtiler abgestimmt. Sie unterstützen sportlich, ohne das Fahrgefühl eines klassischen Gravelbikes komplett zu verändern. Dadurch bleiben Gewicht, Handling und Optik deutlich näher am analogen Bike.

Welcher Motor eignet sich am besten für E-Gravelbikes?

Das kommt auf den Einsatzbereich an. Systeme wie der Bosch SX, TQ HPR50 oder Specialized SL-Motor richten sich eher an sportliche Rider mit Fokus auf ein natürliches Ride-Feeling. Kräftigere Systeme von Bosch oder Yamaha eignen sich dagegen besser für viel Gepäck, steile Anstiege oder sehr lange Adventure-Rides.

Sind E-Gravelbikes auch für den Alltag sinnvoll?

Definitiv. Gerade Marken wie Scott, Cannondale oder Giant bauen mittlerweile extrem vielseitige Plattformen, die sowohl beim Pendeln als auch auf langen Wochenendtouren hervorragend funktionieren.

Lohnt sich ein refurbished E-Gravelbike von Upway?

Gerade im E-Gravel-Segment ist ein refurbished Bike extrem interessant.. High-End-Modelle liegen neu schnell bei 6.000 bis 10.000 Euro. Über Upway bekommst du professionell geprüfte und refurbished E-Gravelbikes bis zu 60% günstiger, inklusive Garantie und technischer Aufbereitung. Das ist eine klare Win-Win Situation.

Kann man bei Upway bereits E-Gravelbikes mit Bosch SX oder Fazua Ride 60 finden?

Ja, gerade moderne Light-E-Gravelbikes mit Bosch SX oder Fazua Ride 60 tauchen zunehmend auch refurbished bei Upway auf. Besonders spannend sind dabei hochwertige Modelle von Marken wie Canyon, Specialized, Santa Cruz oder Pivot, bei denen man Zugang zu aktuellen Light-Assist-Systemen bekommt, ohne direkt den hohen Neupreis zahlen zu müssen. Gerade Bosch-SX-Bikes sind interessant, weil sie das komplette Smart System inklusive Range-Extender-Optionen und App-Features mitbringen.

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Über den Autor

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes
Wir sind die Spezialisten für refurbished E-Bikes bei Upway. Unser Redaktionsteam analysiert Technik, Trends und Nutzung mit einem klaren Anspruch: gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Nachhaltig, praxisnah und immer mit Blick auf das, was E-Bike-Fahren heute wirklich bedeutet.