Die besten E-Gravel-Bikes 2026: Mit voller Power ins Gelände

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 03. Februar 2026  |  10 Min. Lesezeit

Gravel einen Trend zu nennen ist absolut falsch. Kaum ein Segment hat sich in den letzten Jahren so dynamisch entwickelt und die Fahrradindustrie weiter vorangetrieben wie die Gravel-Bikes. Was ursprünglich als Mischung aus Rennrad und Cyclocross gedacht war, ist heute eine eigene Welt: Bikepacking-Rigs, Race-Gravelmaschinen, Pendlerbikes und ultraleichte Abenteuerplattformen.

Mit der Elektrifizierung bekommt diese Kategorie gerade einen neuen Schub. E-Gravel-Bikes verbinden die Geschwindigkeit eines Rennrads mit der Geländetauglichkeit eines Gravelbikes und ergänzen das Ganze um eine dezente Motorunterstützung.

Genau diese Kombination trifft einen Nerv im Markt. Und was dieser 2026 bereit hält, schauen wir uns in diesem Artikel an.

Was ein gutes E-Gravel-Bike 2026 ausmacht

Bevor wir über konkrete Modelle sprechen, lohnt sich ein Blick auf die technische Basis dieser Kategorie.

Ein modernes E-Gravelbike ist im Kern ein Balanceakt zwischen Gewicht, Integration und Leistung. Zu viel Motorleistung würde das Bike schwer und träge machen. Zu wenig Unterstützung würde den Vorteil des E-Antriebs zunichtemachen.

Die Hersteller haben deshalb einen neuen Sweet Spot gefunden.

Motorplattformen

Die wichtigsten Antriebssysteme im aktuellen E-Gravel-Segment sind vier Plattformen.

Der TQ HPR50 gilt derzeit als einer der leisesten und kompaktesten Motoren im Markt. Mit rund 50 Newtonmetern Drehmoment liefert er genug Unterstützung für steile Anstiege, bleibt dabei aber extrem dezent im Fahrgefühl.

Der Bosch Performance Line SX ist Boschs Antwort auf den Trend zu leichten E-Bikes. Das System kombiniert hohe Effizienz mit moderatem Gewicht und wird inzwischen in vielen sportlichen E-Gravel-Bikes eingesetzt.

Der Mahle X20 und X30 verfolgt einen anderen Ansatz. Hier sitzt der Motor im Hinterrad. Das sorgt für ein besonders natürliches Fahrgefühl und ermöglicht extrem leichte Gesamtgewichte.

Der Fazua Ride 60 schließlich ist vor allem in sportlichen E-Mountainbikes verbreitet, findet aber zunehmend auch im Gravelbereich Anwendung.

Alle diese Systeme bewegen sich in einem Drehmomentbereich von etwa 40 bis 60 Newtonmetern – genug Unterstützung für lange Anstiege, ohne das Bike zu übermotorisieren.

Geometrie-Trends

Auch die Geometrie moderner Gravelbikes entwickelt sich weiter. Grundsätzlich lassen sich zwei Kategorien unterscheiden.

Race-Gravels orientiert sich stark am Rennrad. Die Sitzposition ist aggressiver, die Front niedriger, der Reach länger. Ziel ist maximale Geschwindigkeit auf schnellen Schotterstrecken.

Adventure-Gravel hingegen setzt auf Komfort und Stabilität. Diese Bikes haben oft längere Kettenstreben, mehr Reifenfreiheit und zusätzliche Befestigungspunkte für Taschen.

Viele E-Gravel-Bikes bewegen sich genau zwischen diesen beiden Welten.

Gewicht

Die leichtesten E-Gravelbikes liegen heute im Bereich von 11 bis 13 Kilogramm. Diese Modelle setzen meist auf Mahle- oder TQ-Motoren.

Klassische E-Gravel-Bikes mit größeren Akkus bewegen sich eher im Bereich von 13 bis 16 Kilogramm.

Selbst diese schwereren Modelle sind aber deutlich leichter als typische E-Mountainbikes.

Die besten E-Gravel-Bikes 2026

Wir haben uns alle aktuellen Plattformen und Hersteller angeschaut und unsere persönliche 2026 E-Gravel-Top-List erstellt.

Bike Motor Drehmoment Akku Gewicht Reifenfreiheit Schaltung Einsatzbereich Preis (UVP)
Specialized Turbo Creo 2 Specialized SL 1.2 50 Nm 320 Wh + 160 Wh Range Extender ca. 14,3 kg bis 47 mm SRAM Rival / Force XPLR AXS Performance Gravel / Ultra Distance 7.000 – 14.000 €
Canyon Grizl:ONfly Bosch Performance Line SX 55 Nm 400 Wh + 250 Wh Range Extender ca. 18,5 kg bis 50 mm Shimano GRX 12-fach Adventure / Bikepacking ca. 6.499 €
BMC Roadmachine AMP X TQ HPR50 50 Nm 360 Wh ca. 15,6 kg bis 40 mm SRAM Rival / Force AXS Endurance Gravel 7.999 – 11.000 €
Scott Solace eRide Gravel TQ HPR50 50 Nm 360 Wh + Range Extender ca. 14,8 kg bis 50 mm SRAM XPLR AXS Performance Gravel 8.000 – 14.000 €
Orbea Gain D30 Gravel Mahle X20 55 Nm 350 Wh + Range Extender ca. 13,5 kg bis 45 mm Shimano GRX Light E-Gravel ca. 4.999 €
Pinarello Nytro Gravel TQ HPR50 50 Nm 360 Wh ca. 13,2 kg bis 45 mm SRAM Force XPLR AXS High-End Performance Gravel 10.000 – 13.000 €
Giant Revolt E+ SyncDrive Pro 80 Nm 400 Wh ca. 18 kg bis 45 mm Shimano GRX Touring Gravel ca. 5.500 €

Race-Gravel Plattformen

Cervélo Áspero

Das Cervélo Áspero gehört zu den schnellsten Gravelplattformen überhaupt. Cervélo bringt viel Erfahrung aus dem Aero-Rennradsegment mit, und genau das spürt man auch bei diesem Bike.

Die Geometrie ist sportlich, die Front relativ niedrig, und der Rahmen wurde klar auf Geschwindigkeit ausgelegt. Für ein E-Gravelbike ist das ideal, weil ein leichter Motor das Bike kaum verändert.

 

BMC Kaius

Das BMC Kaius war eines der ersten echten Race-Gravelbikes. Während viele Gravelbikes früher eher komfortorientiert waren, ging BMC hier einen anderen Weg.

Die Sitzposition ist deutlich aggressiver, das Handling sehr direkt. Gerade für Fahrer, die Gravelrennen fahren oder ein besonders sportliches Setup suchen, ist diese Plattform interessant.

 

Factor Ostro Gravel

Factor kommt ursprünglich aus dem High-End-Rennradsegment. Das Ostro Gravel kombiniert aerodynamische Formen mit Gravel-Tauglichkeit.

Das Ergebnis ist ein Bike, das sich fast wie ein Aero-Rennrad fährt, aber gleichzeitig breite Reifen aufnehmen kann.

 

Scott Addict Gravel RC

Das Scott Addict Gravel RC gehört zu den leichtesten Gravelplattformen auf dem Markt. Viele Rennfahrer nutzen dieses Bike bei Gravel-Events.

Mit einem leichten Motor könnte dieses Konzept in Zukunft eine interessante Basis für sehr leichte E-Gravel-Bikes werden.

 

Specialized Crux

Das Crux ist eines der leichtesten Carbon-Gravelbikes überhaupt. Specialized hat hier bewusst auf Komfortfeatures verzichtet und stattdessen ein ultraleichtes Race-Gravelbike entwickelt.

Gerade im High-End-Segment ist diese Plattform sehr beliebt.

Allround-Gravel Plattformen

Neben den Race-Bikes gibt es eine zweite Kategorie von Gravelbikes, die stärker auf Vielseitigkeit setzt.

 

Canyon Grizl

Das Canyon Grizl gehört zu den erfolgreichsten Gravelplattformen der letzten Jahre. Große Reifenfreiheit, zahlreiche Befestigungspunkte für Taschen und eine komfortable Geometrie machen es zu einem echten Adventure-Bike.

Für E-Gravel-Konzepte ist diese Plattform besonders interessant, weil sie bereits für lange Touren ausgelegt ist.

 

Giant Revolt

Das Giant Revolt ist ein Klassiker im Gravelsegment. Die Geometrie ist komfortabel, das Bike funktioniert sowohl auf Asphalt als auch auf rauem Schotter.

Gerade für Einsteiger ist diese Plattform oft ein sehr guter Einstieg.

 

Basso Palta

Das italienische Basso Palta verbindet sportliche Geometrie mit elegantem Design. Das Bike richtet sich an Fahrer, die ein schnelles Gravelbike suchen, aber gleichzeitig auch Wert auf Stil legen.

 

Wilier Rave

Das Wilier Rave ist eine Mischung aus Rennrad und Gravelbike. Die Geometrie ist sportlich, der Rahmen aerodynamisch geformt.

Gerade für Fahrer, die viel auf Asphalt unterwegs sind, kann dieses Konzept sehr interessant sein.

Premium-Gravel Bikes

Im High-End-Segment entstehen einige der spannendsten Entwicklungen im Gravelmarkt.

 

Pinarello Dogma GR

Pinarello überträgt mit dem Dogma GR die Technologie seiner Rennradplattform direkt auf Gravel. Das Ergebnis ist ein extrem aerodynamisches Gravelbike mit kompromissloser Performance.

 

Cinelli King Zydeco 2

Das King Zydeco gehört zu den sportlichsten Gravelbikes der italienischen Traditionsmarke Cinelli. Der Carbonrahmen kombiniert Race-Geometrie mit moderner Gravel-Technik.

 

Bianchi Impulso RC

Das Impulso RC zeigt die klassische DNA der Marke Bianchi. Sportliche Geometrie, elegantes Design und eine klare Rennrad-Heritage machen dieses Bike zu einem interessanten Gravelracer.

 

Bike Ahead Superfast

Ein besonderes Bike kommt aus Deutschland. Das Bike Ahead Superfast gehört zu den leichtesten Gravelbikes überhaupt und richtet sich klar an das High-End-Segment.

Preis-Leistungs-Gravel-Bikes

Nicht jedes Gravelbike muss fünfstellige Summen kosten. Gerade im Einsteigersegment gibt es sehr solide Plattformen.

 

Cube Nuroad

Das Cube Nuroad ist eines der beliebtesten Gravelbikes im Preis-Leistungs-Segment. Die Plattform ist vielseitig, robust und in vielen Varianten erhältlich.

 

VSF Fahrradmanufaktur GX-500

Die VSF Fahrradmanufaktur setzt stärker auf Touring-DNA. Das GX-500 ist ein klassisches Gravelbike für lange Reisen und robuste Einsätze.

Neues E-Gravel Bike vs. Refurbished E-Gravel Bike – lohnt sich der Unterschied?
Merkmal Neues E-Gravel Bike Refurbished E-Gravel Bike (Upway)
Beispielmodell BMC Roadmachine 01 AMP X (neu) BMC Roadmachine 01 AMP X Refurbished
Preis ca. 8.999 € UVP 4.599 € (-49 %)
Motor TQ HPR50 TQ HPR50
Drehmoment 50 Nm 50 Nm
Akku 360 Wh 360 Wh
Gewicht ca. 13 kg ca. 13 kg
Schaltung SRAM Rival 12-fach SRAM Rival 12-fach
Reifen Gravelreifen (40 mm) Vittoria Terreno Zero 40 mm
Kilometerstand 0 km 1.205 km
Inspektion Werkseinstellung Komplett geprüft und überarbeitet durch Upway Mechaniker:innen
Garantie Herstellergarantie 1 Jahr gesetzliche Garantie
Preis-Leistungs-Verhältnis hochpreisig deutlich günstiger bei gleicher Technik

Markttrends 2026: Wohin sich Gravel entwickelt

Der Gravelmarkt verändert sich gerade schneller als fast jedes andere Segment im Fahrradbereich.

Ein wichtiger Trend sind breitere Reifen. Während früher 35-Millimeter-Reifen üblich waren, fahren viele Gravelbikes heute 45 bis 50 Millimeter.

Außerdem entwickelt sich das Segment stärker in Richtung Aero-Performance. Immer mehr Hersteller integrieren Cockpits, verstecken Kabel und optimieren Rahmenformen für bessere Aerodynamik.

Auch Gravelrennen gewinnen an Bedeutung. Events wie Unbound Gravel oder die Gravel-Weltmeisterschaften zeigen, wie stark sich diese Szene entwickelt.

Fazit: E-Gravel bleibt eines der spannendsten Segmente

Das Gravel-Segment bleibt das Zugpferd der technischen Innovation des E-Bike-Markts. 

Zwischen Rennrad, Gravelbike und leichtem E-Bike entstehen super interessante neu Plattformen.

Die Technik hat inzwischen einen Punkt erreicht, an dem die Elektrifizierung kaum noch Kompromisse bedeutet. Moderne Motoren wie TQ HPR50, Bosch SX oder Mahle X20 liefern genau die Unterstützung, die auf langen Schottertouren oder steilen Anstiegen den Unterschied macht, ohne das Fahrgefühl eines sportlichen Gravelbikes zu zerstören.

Damit entsteht eine neue Art von Fahrrad: schnell auf Asphalt, stabil auf Schotter und ausdauernd genug für lange Abenteuer. Gerade für Fahrer, die viele Höhenmeter sammeln, längere Touren fahren oder ihr Gravelbike auch im Alltag nutzen möchten, kann ein E-Gravel Bike eine sehr logische Weiterentwicklung sein.

Gleichzeitig zeigt der Markt, dass hochwertige Modelle nicht zwingend neu gekauft werden müssen. Gerade im Premiumsegment können refurbished E-Gravel Bikes eine sehr attraktive Alternative sein. Technik, Motor und Komponenten bleiben identisch, der Preis liegt jedoch deutlich darunter.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein E-Gravel Bike?

Ein E-Gravel Bike ist ein Gravelbike mit integriertem Elektromotor. Es kombiniert die Geometrie und Vielseitigkeit eines klassischen Gravelbikes mit einer leichten Motorunterstützung. Dadurch lassen sich längere Touren, steile Anstiege oder Gegenwind deutlich entspannter fahren, ohne dass sich das Bike wie ein klassisches E-Bike anfühlt. Moderne Systeme wie TQ, Bosch SX oder Mahle sind so kompakt, dass nicht wenige E-Gravel Bikes kaum schwerer als normale Gravelbikes sind.

Wie viel wiegt ein E-Gravel Bike?

Die meisten modernen E-Gravel Bikes wiegen zwischen 12 und 16 Kilogramm. Leichte Modelle mit Mahle- oder TQ-Motoren bleiben sogar unter 13 kg bleiben. Bikes mit größeren Akkus oder stärkerem Motor, etwa mit Bosch SX, liegen eher im Bereich von 15 bis 18 kg.

Wie weit kommt man mit einem E-Gravel Bike?

Die Reichweite hängt stark von Fahrstil, Gelände und Motorunterstützung ab. Typische Akkus liegen zwischen 250 und 400 Wh. In der Praxis sind damit meist 70 bis 120 Kilometer möglich. Brauchst du mehr Reichweite holst du dir einen Range Extender (Extra Akku), der die Reichweite noch einmal deutlich erhöhen kann.

Für wen lohnt sich ein E-Gravel Bike?

E-Gravel Bikes eignen sich besonders für Fahrer, die lange Touren fahren oder viele Höhenmeter sammeln möchten. Auch Pendler profitieren von der Unterstützung, weil sie schneller und entspannter unterwegs sind. Gleichzeitig bleibt das Fahrgefühl sehr nah am klassischen Gravelbike.

Welche Motoren werden bei E-Gravel Bikes verwendet?

Im E-Gravel Segment dominieren aktuell leichte Antriebssysteme. Besonders häufig sind der TQ HPR50, Bosch Performance Line SX, Mahle X20/X30 und der Fazua Ride 60. Diese Motoren liefern meist zwischen 40 und 60 Nm Drehmoment und sind deutlich leichter als klassische E-Bike-Motoren.

Lohnt sich ein refurbished E-Gravel Bike?

Absolut. Die Technik bleibt identisch, der Preis liegt jedoch  deutlich darunter. Bei Upway werden alle Bikes  von Mechaniker:innen geprüft, gewartet und instand gesetzt. Du bekommst beim Kauf eines refurbished E-Bikes von Upway 1 Jahr Garantie auf alle wichtigen Komponenten. Dadurch bekommt man ein hochwertiges E-Bike zu einem deutlich günstigeren Preis.

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Über den Autor

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes
Wir sind die Spezialisten für refurbished E-Bikes bei Upway. Unser Redaktionsteam analysiert Technik, Trends und Nutzung mit einem klaren Anspruch: gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Nachhaltig, praxisnah und immer mit Blick auf das, was E-Bike-Fahren heute wirklich bedeutet.