CUBE Kathmandu Hybrid: Easy Entry, Trapeze oder Diamant?
Die Rahmenform deines Kathmandu Hybrid bestimmt, wie bequem du aufsteigst, wie viel Bewegungsfreiheit du über dem Fahrrad hast und welche Sitzposition sich einstellen lässt. Deshalb empfehlen wir, diese Entscheidung beim Kauf früh zu treffen, bevor die Auswahl zwischen Pro, EXC und SLX beginnt. Beim CUBE Kathmandu Hybrid stehen mit Easy Entry, Trapeze und Diamant drei Varianten zur Wahl, die unterschiedliche Prioritäten im Alltag setzen. Wer ihre Konstruktion und Geometrie genauer anschaut, findet gute Argumente für jede davon, unabhängig von Alter oder Geschlecht.
Welches Kathmandu Hybrid vergleichen wir?
Im Mittelpunkt stehen die klassischen Kathmandu-Hybrid-Modelle mit Aluminiumrahmen, Bosch-CX-Antrieb und Federgabel. Als konkretes Beispiel verwenden wir das Kathmandu Hybrid Pro 800 in coal'n'black aus dem Modelljahr 2027, das CUBE in allen drei Rahmenformen anbietet. Bei älteren Angeboten können Komponenten, Geometrie und Gewichtsfreigaben abweichen.
Innerhalb der Familie gibt es außerdem eigenständige Konzepte: Das Kathmandu Hybrid C:62 kombiniert einen Carbonrahmen mit Bosch SX und 400-Wh-Akku, während das Kathmandu Hybrid ONE11 HPC zusätzlich eine Hinterradfederung mit 100 mm Federweg besitzt. Diese Unterschiede verändern Gewicht, Unterstützung und Komfort deutlich und gehören bei einem Modellvergleich auf die Einkaufsliste.
Easy Entry: Wenn bequemes Aufsteigen jeden Tag zählt
Beim Easy Entry bleibt der Bereich zwischen Lenker und Sattel weitgehend offen, sodass du das Bein durch den Rahmen führen kannst. Das hilft beim häufigen Absteigen vor Ampeln, beim Einkaufen und auf Touren, sobald eine Tasche quer auf dem Gepäckträger liegt.

Gerade bei einem beladenen Trekkingrad ist dieser Bewegungsablauf angenehm, weil du das Fahrrad zum Aufsteigen weniger stark seitlich kippen musst. Wer das Bein nur mühsam über den Sattel bekommt oder mit wenig Platz rangiert, sollte diese Variante zuerst ausprobieren.
Easy Entry ist unsere erste Wahl für einen Kathmandu-Allrounder, bei dem Alltag und entspannte Touren im Vordergrund stehen. Der tiefe Durchstieg bleibt auch dann praktisch, wenn du sportlich trittst und längere Strecken zurücklegst.
Achte bei der Probefahrt auf die tatsächliche Bewegungsfreiheit mit deinen üblichen Schuhen: Der Akku sitzt weiterhin im Unterrohr, und auch durch einen tiefen Einstieg muss dein Fuß bequem hindurchpassen. Prüfe zugleich, wie sicher du das Rad beim Anhalten aufrecht halten kannst.
Für den Rahmen verwendet CUBE wärmebehandeltes 6061er-Aluminium und doppelt konifizierte Rohre, deren Wandstärke über die Rohrlänge variiert. Die Konstruktion lässt sich dadurch gezielt an die Belastungen anpassen, während die Gewichtsfreigaben weiter unten zeigen, welche Lasten das komplette Fahrrad tragen darf.
Refurbished E-Bikes mit Tiefeinstieg
Trapeze: Abgesenktes Oberrohr mit vertrauter Tourengeometrie
Beim Trapezrahmen, den CUBE als "Trapeze" bezeichnet, fällt das Oberrohr zum Sitzrohr ab. Dadurch entsteht mehr Freiraum im hinteren Bereich des Rahmens, während die zusätzliche Rohrverbindung zwischen Steuer- und Sitzbereich erhalten bleibt.
Diese Variante passt gut, wenn dir ein geschlosseneres Rahmendesign gefällt und du beim Aufsteigen etwas mehr Platz möchtest. Wie hilfreich die Absenkung für dich ausfällt, hängt von deiner Schrittlänge und der Stelle ab, an der du über dem Fahrrad stehst.

Beim hier betrachteten Pro 800 liegt die Sitzgeometrie sehr nah am Diamantrahmen, was wir gleich anhand konkreter Maße zeigen. Trapeze ist deshalb besonders interessant für Tourenfahrer, die diese Position bevorzugen und zugleich ein tiefer verlaufendes Oberrohr wünschen. Für einen bequemen Durchstieg mit hoch beladenem Gepäckträger bietet Easy Entry mehr Freiraum.
Diamant: Klassische Konstruktion für vielseitige Touren
Der Diamantrahmen besitzt ein hoch verlaufendes Oberrohr und bildet damit das klassische große Rahmendreieck. Diese Konstruktion schafft eine zusätzliche Verbindung zwischen Steuerrohr und Sitzrohr und bietet häufig gut nutzbaren Platz für eine Rahmentasche, sofern Akkuabdeckung und Befestigungspunkte frei bleiben.
Wer problemlos über den Sattel aufsteigt, seine vertraute Rahmenform behalten möchte und gerne längere Touren fährt, findet hier eine passende Option. Für uns spricht vor allem die Kombination aus persönlicher Passform und gewohnter Handhabung für diese Variante.

Beim Anhalten solltest du ausreichend Abstand zwischen Schritt und Oberrohr haben, auch wenn der Boden etwas uneben ist. Probiere den Bewegungsablauf außerdem mit deiner geplanten Gepäcklösung aus, denn ein hoher Packsack kann das Aufsteigen deutlich verändern. Die grundlegenden Bauweisen erläutert unser Vergleich von Wave-, Trapez- und Diamantrahmen.
Die Geometrie erklärt, wie du auf dem Kathmandu sitzt
Ein Blick auf Reach und Stack macht den Vergleich genauer: Reach beschreibt den horizontalen Abstand zwischen Tretlagermitte und oberem Steuerrohrzentrum, Stack den vertikalen Abstand dieser Punkte. Zusammen zeigen sie, wie lang und hoch die Rahmenfront aufgebaut ist.
Für das Kathmandu Hybrid Pro 800 in der nominalen Rahmengröße 54 nennt CUBE folgende Werte:
| Geometriemaß | Easy Entry | Trapeze | Diamant |
|---|---|---|---|
| Reach | 390 mm | 410 mm | 410 mm |
| Stack | 685 mm | 654 mm | 654 mm |
| Horizontale Oberrohrlänge | 600 mm | 610 mm | 610 mm |
| Radstand | 1.171 mm | 1.182 mm | 1.182 mm |
Daraus lässt sich eine Tendenz ableiten: Easy Entry bietet eine um 20 mm kürzere und 31 mm höhere Rahmenfront, was eine aufrechtere Position begünstigt. Die endgültige Griffposition entsteht allerdings erst durch Vorbaulänge, Vorbauwinkel und Lenkerform; CUBE verbaut beim 54er Easy Entry beispielsweise einen längeren Vorbau als bei den beiden anderen Varianten.
Trapeze und Diamant liegen bei diesen Maßen gleichauf, weshalb die Form des Oberrohrs hier wenig über deine Haltung während der Fahrt verrät. Lass deshalb Sattel und Cockpit vor dem Vergleich passend einstellen und achte auf entspannte Schultern, leicht gebeugte Arme und gut erreichbare Bremshebel.
Als Ausgangspunkt helfen Körpergröße und Schrittlänge, anschließend zählen deine Proportionen und das konkrete Fahrrad. Wie du die Maße ermittelst, erklärt unser Ratgeber zur passenden Rahmengröße beim E-Bike.
Auch das Größenangebot unterscheidet sich: Beim Vergleichsmodell reicht Easy Entry von 46 bis 62, Trapeze von 46 bis 58 und Diamant von 50 bis 62. Gerade bei kleinerer Körpergröße solltest du zusätzlich die niedrigste mögliche Sattelposition prüfen, weil die gefederte Sattelstütze eigenen Bauraum beansprucht.
Welche Technik bekommst du bei den drei Rahmenformen?
Beim Pro 800 bleibt die wesentliche Ausstattung über die Rahmenvarianten hinweg vergleichbar: Bosch Performance Line CX, herausnehmbarer PowerTube mit 800 Wh, RockShox-Recon-Luftfedergabel mit 100 mm Federweg und hydraulische Shimano-Vierkolbenbremsen mit 180-mm-Scheiben vorne und hinten. Dazu kommen Licht, Schutzbleche, Seitenständer und der integrierte Gepäckträger IC 3.0.
CUBE nennt für diesen CX maximal 120 Nm, wobei die verfügbare Unterstützung vom Motorstand, der Software und den freigegebenen Einstellungen abhängt. Bei gebrauchten Kathmandus solltest du deshalb die Motorversion prüfen; die Bosch-Übersicht zum Performance-Upgrade zeigt, welche Antriebe sich entsprechend aktualisieren lassen. Wie viel davon du für deine Strecken brauchst, erklären wir im Ratgeber zum passenden Drehmoment beim E-Bike.
Für hügelige Touren ist auch die Übersetzung interessant: Das Pro kombiniert ein 40er-Kettenblatt mit einer 10–51-Zähne-Kassette, wodurch im leichtesten Gang rechnerisch weniger als eine Hinterradumdrehung je Kurbelumdrehung entsteht. Das erleichtert einen gleichmäßigen Tritt am Anstieg, während der Motor zusätzliche Kraft liefert.
Beim herausnehmbaren Akku empfehlen wir, den Ausbau bei der Besichtigung selbst auszuprobieren, besonders wenn dein Stellplatz keine Steckdose besitzt und du regelmäßig in der Wohnung laden möchtest. Die 800 Wh schaffen Energiereserven für längere Strecken, während Höhenmeter, Unterstützungsstufe, Beladung und Gegenwind darüber entscheiden, wie viele Kilometer daraus werden.
Bei der Ausstattung achten wir zuerst auf eine passende Gabel und Federungsabstimmung, gut dosierbare Bremsen und angenehme Kontaktpunkte. Diese Eigenschaften spürst du auf schlechten Radwegen und langen Abfahrten regelmäßig, während sich der Nutzen einer teureren Schaltung nach deinem Fahrprofil richtet.
Mit Gepäck unterwegs: Zuladung sauber nachrechnen
Für Reisen lohnt der Blick auf die Gewichtsfreigaben besonders: CUBE für das Kathmandu Hybrid Pro im Modelljahr 2027 150 kg maximales Systemgewicht, 120 kg maximales Fahrergewicht einschließlich Ausrüstung und 27 kg maximale Gepäcklast, wobei diese Grenzen gleichzeitig gelten.
Wiegt dein fahrfertiges Rad beispielsweise 30 kg und bringst du einschließlich Ausrüstung 100 kg auf die Waage, bleiben innerhalb der Systemgrenze 20 kg für Gepäck. Die höhere separate Gepäckfreigabe lässt sich in diesem Fall also nur teilweise ausschöpfen.
CUBE Trekking E-Bikes für Alltag und Touren
Verteile schwere Gegenstände möglichst tief und gleichmäßig auf beide Seiten und prüfe die Freigaben für Kindersitz oder Anhänger gesondert. Das tatsächliche Fahrverhalten hängt neben der Rahmenkonstruktion auch von Beladung, Reifen und Einstellung ab, weshalb sich eine Probefahrt mit realistischem Gepäck besonders lohnt. Weitere Vorbereitungstipps findest du in unserem Ratgeber zum Urlaub mit dem E-Bike.
Die Upway-Einschätzung: So wählen wir den passenden Rahmen
Bei allen drei Varianten lohnt sich derselbe Praxistest bei der E-Bike-Probefahrt: mehrfach aufsteigen, langsam wenden, kontrolliert anhalten und das Rad durch eine enge Passage schieben. Falls du dein Kathmandu in den Keller tragen musst, gehört auch das Anheben dazu, möglichst so, wie es später tatsächlich nötig wird.
Ein professionell erneuertes CUBE E-Bike bei Upway kann dir Spielraum für die gewünschte Ausstattung geben. Vergleiche dabei immer Modelljahr, Rahmenform, Größe und Akkuzustand, damit du den Preisvorteil im Zusammenhang mit dem konkreten Fahrrad beurteilst. Welche Punkte außerdem zählen, zeigt unsere Checkliste für gebrauchte E-Bikes.
Ja, sofern Rahmengröße, Sitzposition und Zuladung zu dir passen, eignet sich Easy Entry auch für ausgedehnte Touren. Der tiefe Einstieg erleichtert besonders mit Reisegepäck das Auf- und Absteigen, weil du dein Bein bequem durch den Rahmen führen kannst. Beim Kathmandu Hybrid Pro 800 des Modelljahres 2027 entsprechen Reach und Stack in Größe 54 den Werten des Diamantrahmens. Die Easy-Entry-Version besitzt dagegen eine höhere und kürzere Rahmenfront, wobei Vorbau und Lenker die tatsächliche Sitzposition zusätzlich beeinflussen. Beim hier verglichenen Kathmandu Hybrid Pro 800 lässt sich der PowerTube zum Laden entnehmen, was besonders ohne Steckdose am Stellplatz praktisch ist. Beim Kathmandu Hybrid C:62 sitzt der Hauptakku fest integriert, sodass du eine Lademöglichkeit direkt am Fahrrad einplanen solltest. Ja, Easy Entry eignet sich für alle, die bequem aufsteigen möchten und einen freien Durchstieg schätzen. Wir empfehlen, die Rahmenform nach Körperproportionen, Beweglichkeit und Nutzung auszuwählen; gerade mit Gepäck oder bei häufigen Stopps bietet der Tiefeinstieg einen praktischen Vorteil. Beim Kathmandu Hybrid Pro des Modelljahres 2027 nennt CUBE maximal 27 kg Gepäck und 150 kg Systemgewicht, wobei beide Grenzen gleichzeitig gelten. Wiegen Fahrrad und Fahrer einschließlich Ausrüstung zusammen 130 kg, bleiben deshalb noch 20 kg für Gepäck; andere Varianten können abweichende Freigaben besitzen.Häufige Fragen zum Kathmandu-Hybrid-Rahmen
Eignet sich das Kathmandu Hybrid Easy Entry für lange Touren?
Ist die Sitzposition auf einem Trapezrahmen automatisch aufrechter?
Lässt sich bei allen Kathmandu-Modellen der Akku herausnehmen?
Ist das Kathmandu Hybrid Easy Entry auch für Männer geeignet?
Wie viel Gepäck darf auf dem Kathmandu Hybrid mitfahren?











