Der größte Denkfehler: Man liest „250 kg“ und denkt an 250 kg Gepäck. Doch in dieser Zahl steckt bereits das Fahrrad selbst (oft 40–55 kg) und dein eigenes Gewicht. Beispiel Frontlader: Wiegt das Rad 50 kg und du 85 kg, bleiben von 250 kg noch 115 kg für Kinder und Gepäck. Zubehör wie Regenverdeck, Zweitakku oder Kindersitze ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Der zweite Irrtum betrifft das Gefühl: 80 kg sind nicht immer gleich 80 kg. 80 kg tief und zwischen den Rädern fühlen sich stabil an. 80 kg hoch auf dem Gepäckträger wirken eher wie ein wackelnder Turm – Lenkbewegungen werden größer, der Bremsweg länger und das Vorderrad kann bei Bodenwellen oder starkem Bremsen leichter werden.
Der dritte Punkt ist der Verschleiß: Hohe Beladung bedeutet nicht nur mehr Belastung für den Rahmen, sondern vor allem für Bremsen, Reifen, Speichen und Lager. Gerade in nassen Monaten merkt man das schnell: Mehr Masse heißt mehr Bremsenergie, mehr Hitze in Scheiben und Belägen und schneller abgefahrene Reifen – besonders bei geringem Luftdruck.