Bevor wir zur praktischen Einstellung kommen, solltest du die verschiedenen Einstelloptionen deiner Federgabel kennen:
Luftfederung oder Stahlfeder
Die meisten aktuellen Modelle verwenden Luftfederung, die durch eine Luftpumpe justiert wird. Luftfedergabeln sind leichter und ermöglichen eine präzise Anpassung an unterschiedliche Fahrergewichte. Stahlfedergabeln findest du hauptsächlich an älteren oder Downhill-orientierten Bikes – sie benötigen unterschiedliche Federn für verschiedene Gewichtsklassen.
SAG (Negativfederweg)
Der SAG beschreibt, wie weit die Gabel einfedert, wenn du einfach auf dem Sattel sitzt. Er wird als Prozentsatz des gesamten Federwegs angegeben und ist die wichtigste Grundeinstellung. Für Touren und den Alltag empfehlen sich 15-20% SAG, für sportliches Fahren 20-25%, und für anspruchsvolles Gelände bis zu 30%.
Druckstufe (Compression)
Die Druckstufe reguliert, wie schnell die Gabel beim Einfedern nachgibt. Viele Gabeln bieten getrennte Einstellungen für langsame und schnelle Druckstufe. Die langsame Druckstufe beeinflusst das Verhalten bei sanften, langen Bodenwellen, während die schnelle Druckstufe für harte, abrupte Schläge zuständig ist.
Zugstufe (Rebound)
Die Zugstufe bestimmt die Geschwindigkeit, mit der die Gabel nach dem Einfedern in ihre Ausgangsposition zurückkehrt. Eine zu schnelle Zugstufe lässt das Vorderrad unkontrolliert zurückschnellen, eine zu langsame verhindert, dass die Gabel bei aufeinanderfolgenden Unebenheiten vollständig ausfedert.