Den E-Bike Akku laden: Darauf kommt es an


Elektrofahrräder werden immer beliebter, aber wie jedes andere technische Gerät müssen auch E-Bikes regelmäßig gewartet werden, damit sie in einwandfreiem Zustand bleiben. Zusammen mit dem Motor ist der Akku das, was ein E-Bike von herkömmlichen Fahrrädern unterscheidet. Damit der Fahrspaß möglichst lange anhält und du das Beste aus deinem E-Bike herausholst, erfährst du von uns alles rund ums Laden deines E-Bike Akkus.

Das musst du beim Laden des E-Bike Akkus beachten

Anders als bei E-Autos benötigst du zum Laden deines E-Bikes kein besonderes Equipment, da eine einfache Steckdose genügt. Du kannst deinen E-Bike Akku also ganz einfach in der Wohnung laden. Je nach Modell baust du den Akku zum Aufladen aus oder lässt ihn in der Halterung deines Bikes.


Oberstes Gebot beim Laden ist, dass du ausschließlich das mitgelieferte Ladegerät verwendest. Nur so gehst du sicher, dass dein Akku ordnungsgemäß lädt. Ist dein Ladegerät beschädigt, findest du beim Hersteller Ersatz.


Um Kurzschlüsse zu vermeiden, ist es darüber hinaus ratsam, den Akku in trockener Umgebung und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung zu laden. Die beste Temperatur zum Laden liegt zwischen 10 und 20 °C.


Du musst nicht während des gesamten Ladevorgangs neben dem Akku sitzen – schließlich dauert das, je nach Kapazität und Leistung des Ladegeräts, mehrere Stunden. Es ist jedoch empfehlenswert, in der Nähe zu bleiben und regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Niemand bereitet sich auf eine Radtour vor, nur um kurz vor dem Start einen leeren Akku vorzufinden, weil der Stecker nicht richtig sitzt.


Unser Tipp: In größeren Städten und entlang von Radwegen findest du oft E-Bike Ladestationen. Dort kannst du deinen E-Bike Akku auch unterwegs aufladen. Trage jedoch vorsichtshalber dein eigenes Ladegerät immer bei dir, denn die Stecker sind oftmals nicht genormt.

So verlängerst du die Lebensdauer deines E-Bike Akkus

Die chemischen Prozesse innerhalb der Batterie, die das Auf- und Entladen ermöglichen, sind nicht unendlich oft wiederholbar. Deshalb ist ein Nachlassen der Akkukapazität unausweichlich. Du kannst jedoch mit einigen Tricks die Lebensdauer deines Akkus verlängern.


Ein wichtiger Aspekt ist die richtige Lagerung. Solltest du dein E-Bike für längere Zeit nicht nutzen, lohnt es sich, den Akku abzunehmen und trocken sowie lichtgeschützt bei einer Temperatur zwischen 10 und 20 °C zu lagern. Ein Ladezustand zwischen 30 und 70 % verlängert dabei die Lebensdauer des Akkus.


Hochwertige Lithium-Ionen Akkus durchlaufen bis zu 1.000 Zyklen, bevor ihre maximale Kapazität merkbar nachlässt. Ein Ladezyklus ist dabei nicht automatisch einem Ladevorgang gleichgesetzt. Lädst du deinen Akku beispielsweise von 50 auf 100 %, entspricht dies einem halben Ladezyklus.


Selbst wenn du deinen Akku also jeden Tag komplett leer fährst und wieder auflädst, dauert es mehrere Jahre, bis dies Auswirkungen auf die maximale Kapazität hat.


Um die Lebensdauer deines Akkus zu verlängern, solltest du den Ladezustand idealerweise zwischen 30 und 70 % halten. Nach Kurzfahrten ist es dann nicht notwendig, den Akku direkt wieder aufzuladen. Sowohl vollständiges Leerfahren als auch komplettes Aufladen lassen den Akku schneller altern.

Was kostet es, einen E-Bike Akku zu laden?

Aufgrund der derzeit schwankenden Strompreise ist es schwierig, eine verbindliche Aussage hinsichtlich der Kosten eines vollständigen Ladevorgangs zu treffen. Glücklicherweise gestaltet sich die Rechnung jedoch einfach.


Du benötigst:

  • Die Kapazität deines Akkus. Diese wird in Wattstunden (Wh) angegeben.
  • Den aktuellen Strompreis pro Kilowattstunde (kWh).

Hat dein Akku eine Kapazität von 500 Wattstunden – das entspricht 0,5 Kilowattstunden – und der Strompreis liegt bei 40 Cent pro Kilowattstunde, rechnest du folgendermaßen:


0,5 kWh x 0,40 € = 0,20 €


Bei einem vollständigen Ladevorgang entstehen dir demnach Kosten von 20 Cent. Trotz steigender Strompreise bleibt also eines sicher: E-Bike fahren ist wesentlich günstiger als das Auftanken eines Autos.

Wie hoch ist die Reichweite eines E-Bike Akkus?

Welche Distanzen du pro Ladung zurücklegst, hängt in erster Linie von der Kapazität des Akkus ab. Zusätzlich beeinflussen deine Fahrweise und verschiedene äußere Einflüsse die Reichweite:

  • Gewicht: Hast du viel Gepäck oder, falls du ein Cargobike fährst, eine weitere Person dabei?
  • Untergrund: Fährst du auf glattem Asphalt oder auf unebenem Gelände?
  • Steigung: Geht es bergauf, bergab oder ist die Strecke geradlinig?
  • Wetter: Weht Gegenwind oder ist es windstill?
  • Unterstützungsstufe: Wie stark unterstützt dich der Motor beim Fahren?

Wie du siehst, solltest du die Herstellerangaben mit Vorsicht genießen – denn oft basieren die angegebenen Reichweiten auf optimalen Bedingungen, die nicht der Realität entsprechen. Bei einem Akku mit einer Kapazität von 500 Wattstunden liegt die Reichweite im Schnitt zwischen 50 und 150 Kilometern.


Besitzt du schon länger ein E-Bike und wunderst dich, ob der Akku noch gut erhalten ist? Wir erklären dir in unserem Blog, wie du deinen E-Bike Akku testest.

Wie sicher sind Lithium-Ionen Akkus?

Bei E-Bike Akkus handelt es sich, wie bei den meisten elektronischen Geräten, um Lithium-Ionen Akkus. Diese sind kompakt, leicht und speichern - perfekt auf E-Bikes ausgelegt - eine Menge Energie.


Wird der Akku zu heiß, beispielsweise durch direkte, intensive Sonneneinstrahlung, kann es im Inneren zu einer Kettenreaktion kommen. Die Chemikalien der Batterie reagieren dann unkontrolliert miteinander und generieren bis zu 1.000 °C Hitze. Es kommt zum Brand und schlimmstenfalls zur Explosion. Auch ein innerer Kurzschluss, ausgelöst durch einen starken Aufprall, welcher das Innere der Batterie beschädigt, führt zum Brand oder zur Explosion.


Nutze deinen Akku jedoch nicht mehr, wenn er:

  • starken Stößen ausgesetzt war.
  • sich aufbläht oder größer wirkt.
  • in anderer Art und Weise beschädigt wurde.

Wichtig: Im Großen und Ganzen sind Lithium-Ionen Akkus sicher. Unfälle passieren nur in extremen Ausnahmefällen durch unsachgemäßen Umgang, Produktionsfehlern oder Beschädigungen. Um Überhitzung vorzubeugen, schalten sich die meisten Akkus beim Erreichen einer bestimmten Temperatur automatisch ab. Gehe dennoch auf Nummer sicher und beachte die nötigen Sicherheitsvorkehrungen.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Wie du siehst, ist die richtige Handhabung eines E-Bike Akkus kein Hexenwerk. Hier noch einmal die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst:

  • Verwende ausschließlich das originale Ladegerät.
  • Halte dich stets in der Nähe auf.
  • Schütze den Akku vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung.
  • Ein Ladezustand zwischen 30 und 70 % ist optimal, sowohl beim Laden als auch bei der Lagerung.
  • Verwende niemals einen beschädigten Akku.

Hältst du dich an diese Punkte, ist langjähriger Fahrspaß garantiert.