Trans Pyrenees: 850 km Rennrad-Abenteuer von Atlantik zum Mittelmeer – Tourmalet, Aspin & Co.

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 03.Juli 2026  |  10 Min. Lesezeit

Du fährst aus dem Golf von Biskaya raus. Dein Fahrrad ist geladen. Vor dir: die Pyrenäen. Nicht zur Seite fahren. Geradeaus hindurch.

 

850 bis 1124 Kilometer. 20.000+ Höhenmeter. 20-33 Pässe. 7-10 Tage Rennradfahren.

 

Das ist nicht eine "einfache Alpenüberquerung." Das ist nicht "entspanntes Genussradeln." Das ist eines der größten Rennrad-Abenteuer Europas. Legendäre Tour de France-Pässe (Tourmalet, Aspin, Aubisque, Gavarnie), einsame spanische Bergstraßen, kurvenreiche französische Pässe, und am Ende: das Mittelmeer.

 

Die Trans Pyrenees ist für Radfahrer, die sich selbst überfordern wollen.

 

In diesem Artikel zeigen wir dir alles über die Trans Pyrenees 2026: Die verschiedenen Routen (französische Seite, spanische Seite, Bikepacking, Rennrad), die Pässe (und warum sie so berühmt sind), wie du dich vorbereitest (extrem wichtig!), welche Fahrräder funktionieren (E-Bikes sind nicht die Lösung hier), und wie du diese 10 Tage Ausnahmezustand überlebst.

 

Die Trans Pyrenees ist nicht eine Radtour. Es ist eine Existenzkrise auf zwei Rädern - mit glücklichem Ende.

Die Geschichte: Die legendäre Pyrenäen-Tour mit dem Rennrad

Die Trans Pyrenees ist nicht offiziell. Es gibt keinen "Organisator" wie beim Alpe-Adria-Radweg. Stattdessen gibt es private Radfahrer und Rennrad-Touren-Veranstalter, die sagen: "Wir fahren von A nach B über alle großen Pässe." Jedes Jahr ändert sich die Route etwas.

Wie entstand das Konzept?

Die Inspiration kam von Rennrad-Fans, die sich fragten: "Können wir die Pyrenäen wie die Alpen überqueren - von Nord zu Süd oder Atlantik zum Mittelmeer?"

 

Die Antwort: Ja, aber es ist HART.

 

Anders als die Alpe-Adria (sanfte Bahntrassen), sind die Trans Pyrenees komplett Bergstraßen. Es gibt keine Tricks, keine Tunnel-Züge. Du fährst jeden. Verdammten. Meter. Bergauf.

 

Die Tour de France Connection: Die meisten Trans Pyrenees-Routen nutzen die legendären Pässe der Tour de France:

 

  • Col du Tourmalet (2.415 m, steiler als der Mount Everest-Anstieg!)
  • Col de l'Aspin (1.489 m, berüchtigt)
  • Col d'Aubisque (1.709 m, majestätisch)
  • Col de Superbagnères (1.804 m, weniger bekannt, aber brutal

 

Die Realität: Die Trans Pyrenees ist keine offizielle Veranstaltung wie Paris-Brest-Paris. Aber es gibt Rennrad-Reise-Veranstalter (z.B. quäldich.debike-touring.detransalptours.de), die organisierte Touren anbieten – mit Begleitbus, Hotels, Mahlzeiten, Routenplanung.

 

Es gibt auch "selbst organisieren"-Versionen: Du planst deine Route selbst, buchst deine Hotels selbst, fährst selbst.

Die Zahlen: Strecke, Höhenmeter, Schwierigkeit

Länge: 810-1124 Kilometer (2026, abhängig von der Route)
Höhenmeter bergauf: 15.000-21.500 m
Höhenunterschied Start-Ziel: Atlantik (0 m)  Mittelmeer (0 m) – aber dazwischen: BERGE
Höchste Punkte: Tourmalet (2.415 m), Aspin (1.489 m), Aubisque (1.709 m)
Pässe: 20-33 Pässe (je nach Route)
Pro Etappe Höhenmeter: 2.000-3.500 m täglich (!)
Pro Etappe Distanz: 80-120 km

 

Schwierigkeitsgrad: SCHWER bis SEHR SCHWER (nicht für Anfänger!)

 

Fahrzeit: 7-10 Tage (sportlich) bis 12-14 Tage (entspannter, mit mehr Ruhetagen)

 

Zum Vergleich:

 

  • Alpe-Adria: 410 km, 3.500 Höhenmeter, 10 Tage = sehr einfach
  • Trans Pyrenees: 850 km, 20.000 Höhenmeter, 10 Tage = extrem schwer

Die Routen: Welche Option passt zu dir?

Es gibt mehrere Trans Pyrenees-Varianten. Das macht das Abenteuer flexibel, aber auch verwirrend. Hier sind die Hauptvarianten:

 

Option 1: Klassische Trans Pyrenees (Rennrad-Tour mit 2 Schwierigkeitsstufen)

Start: Collioure (Mittelmeer, Katalonien) oder Saint-Jean-de-Luz (Atlantik, Baskenland)
Ziel: Argelès-Plage (Mittelmeer) oder Saint-Jean-de-Luz (Atlantik)
Länge: 850 km
Höhenmeter: 20.000 m
Fahrzeit: 7-9 Tage
Schwierigkeit: Schwer bis sehr schwer

 

Wie es funktioniert:

 

  • Du wählst jeden Tag zwischen Level 2 (L2) oder Level 4 (L4)
  • L2: "Nur" 2.000 Höhenmeter, 85 km, einfachere Pässe
  • L4: 3.000+ Höhenmeter, 100+ km, alle legendären Pässe (Tourmalet, Aspin, etc.)
  • Du entscheidest spontan jeden Morgen je nach Tagesform

Voraussetzung: Du musst schon Rennrad fahren können. Keine Anfänger.

Veranstalter: bike-touring.de, transalptours.de (mit Begleitbus), quäldich.de

Option 2: Bikepacking Trans Pyrenees

Was das ist: Eine bikepacking Version, bei der du dein Gepäck selbst transportierst (kein Begleitbus, kein Hotel-Service).

 

Start/Ziel: Verschiedene Optionen, meist Mittelmeer zum Atlantik
Länge: 950 km (längere Route)
Höhenmeter: 21.500 m
Pässe: 31 Pässe (!), inklusive wilden Schotterstraßen
Fahrzeit: 10-14 Tage
Schwierigkeit: Sehr schwer + abenteuerlich

 

Wie es funktioniert:

 

  • Du bepackst deine Radtaschen (10-15 kg, auf dem Fahrrad)
  • Du campst wild oder schläfst in einfachen Unterkünften
  • Es gibt keine Hilfe unterwegs (das ist das Abenteuer!)
  • Du navigierst mit GPS/Karte selbst
  • Die Route folgt oft Schotterstraßen und Forst-Wegen neben den bekannten Pässen

 

Für wen: Erfahrene Bikepacker (nicht für erste lange Tour!)

Ressourcen: blog.maiwolf.de (Erfahrungsbericht), Komoot (GPS-Routen)

 

Option 3: Spanische Seite (Rennrad, südlicher Charakter)

Charakteristik: Statt über die französische Nordseite zu fahren, nimmst du die spanische Südseite - trockener, heißer, dramatischer.

 

Start: Hondarribia(Atlantik)
Ziel: Roses (Mittelmeer)
Länge: 807 km
Höhenmeter: 30.000+ m (rauf und runter zusammen)
Charakteristik: Mehr Kurven, weniger Verkehr, mehr Natur, heiß!

 

Pässe auf dieser Route: Jaizkibel, Artesiaga, Argibiela, Puyarrón, Serrablo-Pass, Obarra-Schlucht…

Für wen: Abenteuer-Fahrer, die auch wilde Gegenden mögen

Veranstalter: bike-touring.de (Spanien-Version)

 

Option 4: Entspannte Variante (mit Ruhetagen)

Aus 7-9 Tagen werden 12-14 Tage – du fährst längere Etappen, hast aber Ruhetage.

 

Start/Ziel: Nach Wahl
Länge: 850 km (gleich)
Höhenmeter: 20.000 m (gleich)
Fahrzeit: 12-14 Tage mit Ruhetagen
Schwierigkeit: Schwer, aber weniger psychisch belastend

 

Der Vorteil: Du erholst dich zwischen den Etappen, schläfst besser, genießt mehr.

Die legendären Pässe: Diese wirst du fahren (auf der französischen Seite)

Die Trans Pyrenees zieht ihre Seele aus den Pässen. Hier sind die Top-Pässe, die du fahren wirst:

Col du Tourmalet (2.115 m, die Königin)

Das Legendärste: Einer der höchsten asphaltierten Pässe in den Pyrenäen. Wird regelmäßig bei der Tour de France gefahren.

 

Die Statistik:

  • Länge: Ca. 18-20 km Anstieg
  • Durchschnittliche Steigung: 7,5-8%
  • Maximal-Steigung: bis zu 12% in kurzen Abschnitten
  • Von welcher Seite: Von Luz-Saint-Sauveur (Westen) ist er "einfacher", von Barèges (Osten) ist er "schwerer"

 

Das Gefühl beim Fahren:

  • Km 1-5: Du fährst noch, Adrenalin ist hoch
  • Km 6-12: Die Beine werden müde, die Steigung wird psychologisch hart
  • Km 13-17: Reiner Wille. Dein Körper schreit, aber du trittst weiter
  • Km 17-20: Die letzten Meter. Du siehst das Gipfelschild. FINISH auf 2.115 m!

Der Blick: Oben angekommen, siehst du 360° Pyrenäen. Schneebedeckte Gipfel, tiefe Täler, das Gefühl: I'm on top of the World.

Col d'Aubisque (1.709 m, die Majestätische)

Der Dramatische: Der dramatischste Pass der Tour. Mit dem Auto würde man "Wow, was für Ausblicke!" sagen.

 

Die Statistik:

 

  • Länge: 16 km
  • Durchschnitt: 7,5%
  • Charakteristik: Spektakuläre Haarnadelkurven, Ausblicke nach jedem Meter

 

Das Besondere: Aubisque ist kombiniert mit Col de Soulor – d.h. du fährst erst hoch zu Soulor (1.474 m), runter kurz, dann wieder hoch zu Aubisque (1.709 m). Doppel-Pass!

 

Die Route zur Aubisque: Von Laruns aus (das letzte Dorf) fährst du 15 km steil bergauf. Die Kurven sind unzählbar, der Blick nach hinten zeigt: Du bist verdammt hoch oben!

Col Bagargui (1.321 m, die Wasserscheide)

Der Symbolische: Hier verläuft die Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer. Wasser, das auf der einen Seite fällt, fließt zum Atlantik. Wasser auf der anderen Seite zum Mittelmeer.

 

Die Bedeutung: Wenn du den Bagargui überquerst, hast du die Pyrenäen faktisch durchquert.

 

Die Statistik:

 

  • Länge: 7 km
  • Durchschnitt: 7%, mit Spitzen 12%
  • Charakteristik: Kurvenreich, eng, dramatisch

Die Etappen: Ein typischer Trans Pyrenees Tag

Etappe 1: Start am Atlantik (Hendaye, Hondarribia oder San Sebastian) - Erste Bergregion auf der spanischen Seite

Distanz: 118 km
Höhenmeter: 2.940 m rauf 2420 m runter
Pässe: Jaizkibel, Col d’Ibardin, Col de Lizunaga

Der Tag:

  • 08:00: Start am Atlantik. Du fährst raus aus der Hafenstadt Hondarribia, das Meer im Rücken.
  • 08:00-11:00: Aufwärmphase. 40 km flach durchs Baskenland, kleine Hügel, du wärmst dich auf.
  • 11:00-14:00: Erste echte Steigung (Jaizkibel). Deine Beine merken: "Okay, jetzt geht's los." Die Steigung ist noch moderat (6%), du merkst aber: Das ist anders als Flachland.
  • 14:00-17:00: Mittagspause irgendwo am Berghang. Dann weiter zum Port de Pahieres (kleinerer Pass, aber 1.500 m hoch!). Deine Beine brennen schon. Das ist Tag 1!
  • 17:00-19:00: Finale Etappe, du rollst ins erste Hotel rein, völlig erschöpft.

Das Gefühl: Müde, aber noch optimistisch. "Wenn das Etappe 1 ist... okay, das geht."

Etappe 3-4: Tourmalet, Aspin, Aubisque (die Hölle) auf der französischen Seite

Distanz: 200 - 600 km
Höhenmeter: 3.500 m
Pässe: Col du Tourmalet (2.115 m), Col de Arnostegi (1.236 m), Col d'Aubisque (1.709 m)

Der Tag:

  • 06:00: Sehr früher Start. Du weißt, was kommt – die legendären Pässe. Du brauchst Zeit.
  • 06:00-10:00: Aufwärm-Etappe, 30 km flach bis zum Tourmalet-Fuß. Du sparst Energie.
  • 10:00-14:00: Col du Tourmalet. Deine längste Steigung bisher. Die ersten 10 km gehen, die nächsten 5 km werden hart, die letzten 3 km sind reine Willensfrage. Du kommst oben an (2.415 m), Foto machen, 10 Min Pause (deine Beine zittern).
  • 14:00-16:00: Abfahrt vom Tourmalet (rasant, Kurven, aber Erholung für die Beine). Du kommst runter, kurze ebene Phase, dein Herz beruhigt sich.
  • 16:00-17:30: Col d'Aspin. Nach dem Tourmalet nochmal 11 km bergauf (1.489 m). Deine Beine sind totaler Müll. Du schaffst nur noch 12-13 km/h statt 15 km/h. Aber du trittst. Der Wille trägt dich.
  • 17:30-18:30: Kurze Abfahrt vom Aspin, flache Phase, dann...
  • 18:30-20:00: Col d'Aubisque. NEIN. Nicht nochmal bergauf. Aber ja. Nochmal 16 km auf zum Aubisque. Deine Beine protestieren, du hast Magenkrämpfe, aber du trittst. Jede Umdrehung ist ein Sieg.
  • 20:00: Du kommst auf dem Aubisque an. 3 Pässe an einem Tag. 3.500 Höhenmeter. Du fährst die Abfahrt runter, dein ganzer Körper vibriert vor Erleichterung und Anstrengung.

Das Gefühl: Du bist ein emotionales Wrack. Dein Körper schmerzt. Du fragst dich: "Warum mache ich das?" Aber du hast es geschafft. Du schläfst um 20:30 Uhr ein und wachst um 7 Uhr mit völlig steifen Beinen auf.

 

...

Letzte Etappe: Runter ans Mittelmeer

Nach Tourmalet/Aspin/Aubisque hast du die Wahl entweder zurück zum Atlantik zu fahren oder die Tour zum Mittelmeer zu beenden. 

Der psychologische Punkt: Nach den schwierigsten Pässen (Tourmalet, Aspin, Aubisque an Etappe 3-4), werden die restlichen Etappen mental leichter. Nicht körperlich - du bist immer noch total fertig - aber psychologisch: Schlimmer geht's nicht. Ich schaff das. Oder aber du kehrst um und radelst diese Pässe nochmal...

 

Die letzte Etappe: Du fährst zum Zielort am Mittelmeer. Die Etappe ist nicht mehr ganz so herausfordernd. Du rollst gemächlich rein, siehst das Meer/die Küste, und denkst: "Ich hab's geschafft. Ich hab die Pyrenäen mit dem Rennrad durchquert."

E-Bike bei der Trans Pyrenees? Nein. Und hier ist warum.

Kurze Antwort: E-Bikes funktionieren bei der Trans Pyrenees nicht.

 

Warum nicht?

1. Die Steigungen sind zu lang und zu steil

Mit L4-Strecken (3.500 m täglich), sind die Steigungen oft 8-12% statt 3-5%. Ein E-Bike-Akku (500-750 Wh) reicht nicht für 60-70 km mit 3.500 Höhenmeter. Du bräuchtest mehrere Akkus oder Range Extender, was dein Gesamtgewicht drastisch erhöht.

2. Rennrad-Philosophie

Die Trans Pyrenees ist eine Rennrad-Tour. Dein Bike wiegt 6-8 kg, ist leicht zu handhaben und schnell zu fahren. Ein E-Bike wiegt 17+ kg - psychologisch schon eine andere Erfahrung. 

 

3. Die Schwierigkeit ist das Abenteuer

Part des Abenteuers ist: Du schaffst es mit deiner eigenen Kraft. Ein E-Bike würde das "Abenteuer-Gefühl" mindern.

4. Die Infrastruktur ist nicht dafür gemacht

Anders als bei zivilisierten Touren (Alpe-Adria), gibt es bei Trans Pyrenees keine Ladestationen auf dem Berg. Du kannst an manchen Berghütten laden, aber nicht überall. E-Bike = Risiko, dass du mit leerem Akku strandest.

Vorbereitung für ein super Abenteuer

Körperliche Vorbereitung (3-4 Monate vorher)

Monat 1: Basis-Fitness

  • 3-4x/Woche fahren, 50-80 km pro Fahrt
  • Hügel trainieren (nicht Berge, aber Hügel mit 5-6% Steigung)
  • Ziel: Basis-Ausdauer aufbauen

Monat 2: Bergstrecken-Training

  • 2-3x/Woche fahren, 80-120 km
  • Wichtig: Mindestens 1-2x/Woche echte Berge fahren (Alpen-Pässe, oder zumindest 800-1.000 m Höhenmeter)
  • Lange Etappen trainieren (120 km an einem Tag)

Monat 3: Spezifisches Training

  • Höhenmeter-Training: 2 Etappen von 100+ km mit 2.000+ Höhenmeter pro Woche
  • Back-to-back Tage: 2-3 Tage hintereinander fahren (50+ km/Tag) um die psychologische Belastung zu trainieren
  • Bergpässe: Wenn möglich, fahre die echten Tour de France-Pässe (Tourmalet, wenn du in Frankreich bist)

Monat 4 (kurz vor Tour): Tapering

  • Weniger fahren, aber intensiver (Quality über Quantity)
  • Dein Körper soll ausgeruht sein

Die Realität: Wenn du vorher noch nie 150 km mit 3.000 Höhenmeter an einem Tag gefahren bist, wirst du bei der Trans Pyrenees leiden. Training ist nicht optional.

 

Mentale Vorbereitung

Das ist genauso wichtig wie körperliches Training:

  • Lies Erfahrungsberichte (z.B. bikepackers.deradsport-news.com) – verstehe, was dich erwartet
  • Visualisiere die Pässe – schau Videos vom Tourmalet, Aspin, Aubisque
  • Akzeptiere Leiden – die Trans Pyrenees hat Momente, wo du dich fragst: "Warum mache ich das?" Das ist NORMAL
  • Finde dein Mantra – z.B. "Schmerz ist zeitlich, Stolz ist ewig" oder "Jeder Pedaltritt bringt mich näher zum Ziel"

Ausrüstung & Fahrrad

Das richtige Rennrad ist WICHTIG:

  • Gewicht: Unter 8 kg (ideale Rennräder: 6,5-7,5 kg)
  • Schaltung: Compact-Kettenblatt (z.B. 50/34 statt 53/39) – du brauchst leichte Gänge für steile Pässe
  • Komponenten: Shimano 105, Ultegra oder besser (zuverlässig, gute Schaltung)
  • Reifen: 25 mm oder 28 mm (nicht zu dünn, aber nicht zu dick)

Konkrete Räder (2026er Modelle):

Mietmöglichkeiten: Viele Veranstalter bieten Rennrad-Vermietung an (z.B. transalptours.dequäldich.de). Mit 200-300 € für 10 Tage ist das günstiger als dein Rennrad zu transportieren.

 

Ernährung & Getränke

Das ist KRITISCH bei 3.500 Höhenmeter täglich:

Am Fahrrad mitnehmen:

  • 2-3 Trinkflaschen (insgesamt 1,5 Liter Kapazität)
  • Energy-Gels oder Riegel (ca. 5-6 pro Tag, alle 15-20 km eine!)
  • Salzstangen oder Elektrolyt-Pulver (dein Körper verliert Natrium beim Schwitzen)
  • Banane oder Riegel (für schnelle Kohlenhydrate)

In der Unterkunft (Abends):

  • Viel trinken (2-3 Liter Wasser pro Tag zusätzlich)
  • Kohlenhydrate (Pasta, Reis - füllt die Speicher)
  • Protein (Fleisch, Fisch - für Muskel-Regeneration)
  • Früchte (Vitamine, Mineralstoffe)

Die Regel: Du brauchst ca. 4.000-5.000 Kalorien pro Tag (statt normalen 2.000-2.500). Iss viel, trink viel, oder du kollabierst.

Fazit: Die Trans Pyrenees ist die "Rite of Passage" für Rennfahrer

Die Paris-Brest-Paris ist eine Ausdauer-Prüfung.
Die Alpe-Adria ist eine Genussreise.
Die Trans Pyrenees ist ein ABENTEUER auf zwei Rädern.

Es ist nicht für jeden. Es ist für Wahnsinnige, die sich selbst überfordern wollen und dabei legendäre Bergstraßen fahren möchten.

 

Wenn du die Trans Pyrenees finishest, gehörst du zu einer Elite. Nicht von Profis, sondern von Menschen, die ihre Grenzen überquert haben.

Was du jetzt tun solltest:

  1. Entscheide dich: Willst du das wirklich?
  2. Trainiere 3-4 Monate (nicht optional!)
  3. Buche einen Veranstalter (transalptours.de, quäldich.de, bike-touring.de) für 2026/2027
  4. Kauf oder miete ein gutes Rennrad
  5. Fahre.

Die Trans Pyrenees erwartet dich. Bereit?

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Trans Pyrenees mit dem E-Bike fahren?

Nein (siehe oben). Der Wille ist wichtiger als der Motor.

Kann ich die Tour abkürzen?

Ja, es gibt Teilstrecken:

  • Nur französische Seite: 6-7 Tage
  • Nur spanische Seite: 6-7 Tage
  • Nur die legendären Pässe: 4-5 Tage intensiv

Aber die volle Trans Pyrenees (Atlantik-Mittelmeer oder umgekehrt) sind 10 Tage Standard.

Für Anfänger geeignet?

Nein. Du brauchst:

  • Mindestens 500+ km Rennrad-Erfahrung
  • Mindestens eine Alpen-Überquerung als Vorbereitung (z.B. Alpe-Adria)
  • Sehr gute Kondition (150+ km mit 2.000+ Höhenmeter fahren können)

Beste Reisezeit?

Juni-Juli.

  • Juni: Kühl, grün, manchmal Schneereste auf den höchsten Pässen
  • Juli: Wärmer, trocken, voller Touristen

Zu vermeiden: August (zu heiß), September-Mai (Schnee, Pässe gesperrt)

Mit Veranstalter oder selbst organisieren?

Mit Veranstalter:

  •  Begleitbus, Gepäcktransport, Hotels
  •  Geführte Routen, Sicherheit
  •  Teuer (2.000-3.000 € für die Tour)
  •  Weniger Flexibilität

Selbst organisieren:

  •  Günstiger (ca. 1.000 € für Hotels, Essen)
  •  Vollständige Kontrolle
  •  Planung aufwendig (Hotels, Routen, Logistik)
  •  Riskanter (wenn was schiefgeht)

Empfehlung: Erste Trans Pyrenees = mit Veranstalter. Zu kompliziert, um es selbst zu planen.

Wie schmerzhaft ist es?

Brutal. Nach Tag 3 wirst du überall Schmerzen haben:

  • Beine: Quadrizeps (vorne), Waden, Oberschenkel brennen
  • Po: Sattel-Schmerz nach 100+ km/Tag
  • Nacken/Schultern: Hängend über Lenker für 10 Stunden täglich
  • Hände: Taub vom Lenker-Druck
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Über den Autor

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes
Wir sind die Spezialisten für refurbished E-Bikes bei Upway. Unser Redaktionsteam analysiert Technik, Trends und Nutzung mit einem klaren Anspruch: gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Nachhaltig, praxisnah und immer mit Blick auf das, was E-Bike-Fahren heute wirklich bedeutet.