Die schönsten Fahrradtouren in Deutschland – Teil 1: 5 unvergessliche Mehrtages-Radwege

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 29.Mai 2026  |  10 Min. Lesezeit

Du sitzt im Büro. Draußen scheint die Sonne. Du scrollst durch Instagram, siehst Bilder von Leuten auf Fahrrädern - Weinberge, Flüsse, mittelalterliche Städte. Und du denkst: "Das will ich auch."

Nicht irgendwann. Jetzt.

Deutschland hat über 50.000 Kilometer Radfernwege. Manche führen durch Weinregionen, andere entlang wilder Küsten, wieder andere durch Mittelgebirge mit Burgen aus dem Mittelalter. Du kannst tagelang fahren, ohne zweimal die gleiche Landschaft zu sehen. Du schläfst in kleinen Pensionen oder im Zelt, isst in Biergärten, badest in Flüssen. Kein Stau, kein Flughafen-Stress, kein Massentourismus.

Nur du, dein E-Bike und die Straße.

In diesem zweiteiligen Artikel stellen wir dir 10 der schönsten längeren Fahrradtouren in Deutschland vor. Keine Tagesausflüge. Keine 20-Kilometer-Runden. Sondern echte Mehrtages-Touren - zwischen 200 und bis über 1.000 Kilometer, 3 bis 15 Tage unterwegs, mit allem, was dazugehört: spektakuläre Landschaften, kulturelle Highlights, gute Infrastruktur.

In Teil 1 zeigen wir dir 5 Touren im NOrden Deutschlands. Von der Nordsee bis zur Ostsee und ins Elbsandsteingebirge. Von berühmten Klassikern bis zu Geheimtipps. Alle sind E-Bike-tauglich, alle haben gute Unterkünfte, alle sind perfekt für Menschen, die einfach mal raus wollen. Du wirst sehen: Schon am ersten Tag fühlst du dich unbeschwert und frei - Radfahren und Wandern haben diese Auswirkung auf unser Sein.

Was macht eine gute Mehrtages-Radtour aus?

Bevor wir in die Touren einsteigen: Was unterscheidet eine gute Radtour von einer großartigen?

 

Die Landschaft muss abwechslungsreich sein. Nicht 500 Kilometer durch flaches Nichts. Sondern: Flüsse, Wälder, Weinberge, Berge, Städte, Dörfer. Jeden Tag etwas Neues.

 

Die Infrastruktur muss stimmen. Gut ausgebaute Radwege (nicht nur Schotterpisten), klare Beschilderung (nicht alle 5 Kilometer verfahren), genug Unterkünfte (nicht um 18 Uhr vor verschlossenen Pensionen stehen). Deutschland ist hier meistens sehr gut.

 

Es muss Kultur geben. Burgen, Schlösser, Altstädte, Museen, Weingüter. Du willst ja nicht nur radeln, sondern vielleicht auch zivilisatorische Errungenschaften bestaunen.

 

Es muss Genuss geben. Regionale Küche, Biergärten, Weinstuben, Cafés. Nach 60 Kilometern willst du gut essen - nicht nur eine Tankstellen-Bratwurst.

Und: Es muss machbar sein. Nicht jeden Tag 120 Kilometer mit 2.000 Höhenmetern. Sondern: realistische Etappen (50-80 km), moderates Profil (vor allem mit E-Bike), gute Anbindung (falls du abbrechen oder nur Teile fahren willst).

Alle Touren, die wir dir vorstellen, erfüllen diese Kriterien. Du kannst sofort losfahren.

Tour 1: Elberadweg – Deutschlands Klassiker (840 km, 10-14 Tage)

Strecke: Tschechische Grenze (Schöna) bis Cuxhaven (Nordsee)
Länge: Ca. 840 km (deutscher Teil), 1.220 km (gesamt von der Quelle)
Schwierigkeit: Einfach (fast keine Steigungen, perfekt ausgebaut)
Beste Jahreszeit: Mai-September
Besonders gut für: Einsteiger, Genussradler, Menschen die Kultur + Natur wollen

 

Warum der Elberadweg?

Der Elberadweg ist der Klassiker. Seit Jahren auf Platz 1 der beliebtesten Radfernwege in Deutschland (laut ADFC-Radreiseanalyse 2025). Und das zu Recht.

Du fährst durch 7 Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg). Du siehst Kulturmetropolen (Dresden, Magdeburg, Hamburg), UNESCO-Welterbe (Lutherstadt WittenbergHamburger Speicherstadt), wilde Natur (Sächsische Schweiz, Biosphärenreservat Mittelelbe), und am Ende: die Nordsee.

Der Radweg ist perfekt ausgebaut. Fast durchgehend asphaltiert, autofrei oder auf separaten Radwegen, flach wie ein Brett (nur in der Sächsischen Schweiz ein paar sanfte Hügel). Die Beschilderung ist hervorragend - grüne Schilder mit "Elberadweg", du kannst dich nicht verfahren.

Und: Die Infrastruktur ist top. Alle 10-20 km ein Dorf oder eine Stadt, überall Pensionen, Hotels, Campingplätze, Restaurants. Du kannst spontan fahren oder alles im Voraus buchen.

 

Die Highlights (von Süd nach Nord):

Sächsische Schweiz (Schöna bis Pirna, ca. 40 km):

Du startest kurz nach der tschechischen Grenze. Sofort ragen die Sandsteinfelsen des Elbsandsteingebirges neben dir auf - gewaltige Formationen, bis zu 400 Meter hoch. Der Fluss schlängelt sich durch enge Täler. Du fährst vorbei an der Festung Königstein (eine der größten Bergfestungen Europas, thront 240 Meter über der Elbe), an der Basteibrücke (Felsformation mit Brücke, spektakulärer Ausblick), an kleinen Dörfern mit sächsischem Fachwerk.

Stopp-Tipp: Klettere zur Bastei hoch (30 Min. Fußweg vom Radweg), der Ausblick über das Elbtal ist atemberaubend. Oder mach eine Dampferfahrt durch die Sächsische Schweiz (Schiffe fahren regelmäßig).

 

Dresden (Tagesetappe, ca. 30 km von Pirna):

Die Kulturmetropole Sachsens. Du rollst in die Altstadt ein, und stehst vor der Frauenkirche (barocke Kuppelkirche, im Zweiten Weltkrieg zerstört, 2005 wieder aufgebaut), dem Zwinger (barocker Palast mit Kunstsammlungen), der Semperoper (weltberühmtes Opernhaus). Das Flussufer ist voll mit Cafés, Biergärten und Ausflugsdampfern.

Stopp-Tipp: Mindestens 1 Tag in Dresden bleiben. Frauenkirche besichtigen (Aufstieg zur Kuppel möglich, 360° Blick), durch die Altstadt schlendern, abends in einem der Elbterrassen-Restaurants essen (sächsische Küche: Sauerbraten, Kartoffelsuppe, Eierschecke). Oder: Fahrradtour durch das Dresdner Elbland (Weinberge, Schlösser, Radebeul).

 

Lutherstadt Wittenberg (ca. 250 km von Dresden):

Hier nagelte Martin Luther 1517 seine 95 Thesen an die Kirchentür – der Beginn der Reformation. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Du siehst die Schlosskirche (mit Luthers Grab), das Lutherhaus (Museum), das Melanchthonhaus. Die Stadt ist klein, gemütlich und voller Geschichte.

Stopp-Tipp: Führung durch die Lutherhäuser (ca. 2 Stunden), dann im Biergarten am Marktplatz sitzen (regionale Küche, oft mit Lutherbier).

Dessau-Roßlau & Bauhaus (ca. 80 km von Wittenberg):

Dessau ist die Heimat des Bauhaus – der einflussreichsten Designschule des 20. Jahrhunderts. Das Bauhausgebäude (1926, Walter Gropius) steht am Radweg, ein Meisterwerk der Moderne. Du kannst es besichtigen, durch die Ateliers laufen und das Bauhaus-Museum besuchen.

Danach fährst du durch das Biosphärenreservat Mittelelbe (nicht zu verwechseln mit Mittelerde) - eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas. Auenwälder, weite Wiesen, Störche, Biber. Sehr ruhig, sehr schön.

 

Hamburg (ca. 250 km von Dessau):

Die zweitgrößte Stadt Deutschlands an der Elbe, die hier breiter wird, maritimes Flair kommt auf. Du fährst am Hafen entlang (Containerschiffe, Kräne, Speicherstadt), durch die HafenCity (modernes Viertel mit der Elbphilharmonie), entlang der Außenalster (großer See mitten in der Stadt, gesäumt von Villen und Parks).

Stopp-Tipp: Mindestens 1-2 Tage in Hamburg bleiben. Speicherstadt erkunden (Backstein-Lagerhäuser, Museen, Cafés), Elbphilharmonie besuchen (auch ohne Konzert: Plaza mit Panorama-Aussicht, kostenlos), Fischmarkt am Sonntagmorgen (ab 5 Uhr, sehr lebendig) und abends auf die Reeperbahn (Vergnügungsviertel, nicht nur Rotlicht, auch Theater, Bars, Clubs).

 

Cuxhaven & Nordsee (ca. 120 km von Hamburg):

Die letzten Etappen führen durch das Alte Land (größtes Obstanbaugebiet Nordeuropas, im Frühling rosa-weiße Blütenpracht, im Sommer Erdbeeren/Kirschen zum Selberpflücken), dann durch flaches Marschland bis nach Cuxhaven. Hier mündet die Elbe in die Nordsee. Du stehst am Strand, Watt vor dir, Schiffe am Horizont. Das Ziel.

Stopp-Tipp: Wattwanderung machen (geführte Tour, ca. 2 Std., du läufst durchs Watt bis zu den Inseln), im Strandkorb sitzen, Fischbrötchen essen.

 

Praktische Infos:

Etappen: Meist 10-14 Etappen à 60-80 km. Klassische Einteilung: Tag 1-2 Sächsische Schweiz bis Dresden, Tag 3-5 Dresden bis Wittenberg, Tag 6-8 Wittenberg bis Magdeburg/Tangermünde, Tag 9-11 bis Hamburg, Tag 12-14 Hamburg bis Cuxhaven.

Übernachtung: Überall vorhanden. Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze. In Dresden und Hamburg im Voraus buchen (sonst teuer oder ausgebucht). Sonst: spontan möglich.

Anreise/Abreise: Mit der Bahn super einfach. Start in Dresden (ICE-Anschluss), Ende in Cuxhaven (Regionalzug nach Hamburg, dann ICE). E-Bikes dürfen in Regionalzügen mit (Fahrradticket 5-10 €).

E-Bike-Tauglichkeit: Perfekt. Fast keine Steigungen (außer optional zur Bastei), durchgehend asphaltiert, viele E-Bike-Ladestationen unterwegs.

Beste Reisezeit: Mai-September. Im Mai blüht das Alte Land (Obstblüte), im Sommer ist Baden möglich (Elbe, Nordsee), im September ist Weinlese im Elbland bei Dresden.

 

Hundefreundlich? Sehr gut geeignet. Viele Pensionen/Hotels entlang der Elbe sind hundefreundlich (such nach "fahrradfreundlich + hundefreundlich"). Der Radweg ist autofrei, viel Natur, der Hund kann oft nebenher laufen. In den Städten (Dresden, Hamburg) herrscht Leinenpflicht.

Tour 2: EuroVelo 15 – Rhein Radweg (Teil Bodensee bis Köln, ca. 700 km, 8-11 Tage)

Strecke: Konstanz (Bodensee) bis Köln (oder weiter bis Rotterdam)
Länge: Ca. 700 km (Bodensee-Köln), 1.230 km (gesamt bis Nordsee)
Schwierigkeit: Leicht bis mittel (meist flach, ein paar Hügel im Mittelrheintal)
Beste Jahreszeit: April-Oktober
Besonders gut für: Kultur-Fans, Weinliebhaber, Leute, die Abwechslung wollen

 

Warum der Rheinradweg?

Der Rheinradweg ist Teil des EuroVelo 15 - dem europäischen Fernradweg von der Quelle des Rheins in den Schweizer Alpen bis zur Nordsee in den Niederlanden. Der deutsche Abschnitt ist spektakulär.

Du fährst am größten Fluss Mitteleuropas entlang. Du siehst Schlösser und Burgen (über 40 allein im Mittelrheintal), Weinberge (Rheingau, Pfalz, Mosel-Mündung), mittelalterliche Städte (Straßburg, Freiburg, Mainz, Köln), Industriedenkmäler (Ruhrgebiet), und am Ende: die Niederlande mit Windmühlen und Tulpen.

Der Rheinradweg ist auf großen Teilen der Strecke gut ausgebaut. Du fährst abwechselnd an beiden Ufern (rechtsrheinisch oder linksrheinisch, je nachdem wo der bessere Weg ist), oft direkt am Wasser, manchmal durch Dörfer. Die Beschilderung ist okay bis sehr gut (je nach Bundesland).

Und: Die Kulinarik ist fantastisch. Rheinhessen-Wein, pfälzische Küche (Saumagen, Pfälzer Leberwurst), rheinische Spezialitäten (Halver Hahn, Rheinischer Sauerbraten), kölsches Bier. Du wirst nicht hungern.

 

Die Highlights (von Süd nach Nord):

Bodensee & Konstanz (Start):

Du startest in Konstanz, der größten Stadt am Bodensee. Mittelalterliche Altstadt, Konzil (wo 1414-1418 das Konstanzer Konzil tagte), Seepromenade. Der Rhein fließt hier aus dem Bodensee raus - breit, blau, klar.

Tipp: Kombiniere den Rheinradweg mit dem Bodensee-Radweg (260 km rund um den See, 3-5 Tage, wunderschön). Dann hast du eine 1.000-km-Tour.

 

Rheinfall bei Schaffhausen (ca. 50 km von Konstanz, Schweiz):

Der größte Wasserfall Europas (nach Wassermenge). 150 Meter breit, 23 Meter hoch, 700.000 Liter pro Sekunde stürzen hier runter. Du hörst das Donnern schon von Weitem. Du kannst auf Plattformen direkt neben dem Wasserfall stehen - die Gischt sprüht ins Gesicht, das Wasser tobt.

Stopp-Tipp: Bootsfahrt direkt zum Felsen mitten im Wasserfall (ca. 15 Min., spektakulär).

 

Basel & Dreiländereck (ca. 80 km vom Rheinfall):

Basel liegt am Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland. Die Altstadt ist wunderschön (gotisches Münster, bunte Häuser am Rheinufer), die Kunstmuseen sind Weltklasse (Fondation BeyelerKunstmuseum Basel). Hier wird der Rhein zum Grenzfluss – links Frankreich (Elsass), rechts Deutschland (Baden).

 

Elsass & Kaiserstuhl (ca. 100 km von Basel):

Jetzt wird's genussvoll. Links siehst du das Elsass mit seinen Weinbergen (Gewürztraminer, Riesling), Fachwerkdörfern (Colmar, Riquewihr), Storchennestern. Rechts siehst du den Kaiserstuhl - ein ehemaliger Vulkan, heute Weinregion. Du fährst durch Weinorte (Endingen, Burkheim), probierst Wein in Straußenwirtschaften (saisonale Weinstuben der Winzer).

Stopp-Tipp: In Breisach (am Rhein) stoppen, rüber nach Colmar fahren (30 km, Frankreich, wunderschöne Altstadt, "Klein-Venedig"). Oder: Weinprobe im Kaiserstuhl (viele Winzer bieten Radfahrer-Pakete an).

 

Straßburg (ca. 80 km von Breisach, Frankreich):

Die Hauptstadt des Elsass. Das Straßburger Münster (gotische Kathedrale, 142 Meter hoch, rosa Sandstein) überragt alles. Die Altstadt Petite France ist ein Traum - Fachwerk, Kanäle, Brücken, Blumen. Das Europäische Parlament sitzt hier.

Stopp-Tipp: 1 Tag in Straßburg bleiben. Münster besichtigen, durch Petite France schlendern, elsässisch essen (Flammkuchen, Choucroute, Baeckeoffe), auf einer Bootstour die Kanäle erkunden.

 

Mittelrheintal (Bingen bis Koblenz, ca. 65 km):

Das ist das Highlight des Rheinradwegs. Der Rhein zwängt sich durch ein enges Tal, gesäumt von Weinbergen und Burgen. Über 40 Burgen und Schlösser thronen über dem Fluss – Burg Rheinstein, Burg Reichenstein, Burg Katz, Burg Maus, Marksburg. Du fährst durch Weinorte (Rüdesheim, Bacharach, Oberwesel, St. Goar), vorbei am Loreley-Felsen (sagenumwoben, 132 Meter hohe Schieferklippe).

Das gesamte Tal ist UNESCO-Welterbe – eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas.

Stopp-Tipp: In Rüdesheim stoppen (Drosselgasse – enge Gasse voller Weinstuben, live Musik), Weinprobe machen (Rheingau-Riesling), mit der Seilbahn rauf zum Niederwald-Denkmal (Aussicht über das Rheintal). Oder: In Bacharach übernachten (mittelalterliche Altstadt, Fachwerk, Stadtmauer).

 

Koblenz & Deutsches Eck (ca. 65 km von Bingen):

Hier mündet die Mosel in den Rhein. Am Deutschen Eck steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal (monumentales Reiterstandbild, 37 Meter hoch). Die Altstadt ist hübsch (Kopfsteinpflaster, Cafés, Kirchen), die Festung Ehrenbreitstein thront 118 Meter über dem Rhein (Seilbahn rauf, Panorama-Aussicht).

Stopp-Tipp: Mosel-Ausflug machen (Moselradweg, 240 km, siehe Tour 3).

 

Köln (ca. 120 km von Koblenz):

Das Ziel. Der Kölner Dom (gotische Kathedrale, 157 Meter hoch, UNESCO-Welterbe, zweitmeistbesuchtes Bauwerk Deutschlands) ragt neben dem Rhein auf. Du rollst über die Hohenzollernbrücke (Eisenbahnbrücke voller Liebesschlösser), durch die Altstadt (Kölsch-Kneipen, romanische Kirchen, Schokoladenmuseum).

Stopp-Tipp: Dom besichtigen (Aufstieg auf den Südturm, 533 Stufen, Aussicht über Köln), Kölsch trinken in einer Brauerei (0,2l-Gläser, werden automatisch nachgereicht bis du den Bierdeckel drauflegst), Altstadt erkunden.

 

Praktische Infos:

Etappen: 8-11 Etappen à 60-80 km. Klassisch: Tag 1-2 Konstanz bis Basel, Tag 3-4 Basel bis Straßburg, Tag 5-6 Straßburg bis Mainz, Tag 7-8 Mainz bis Koblenz (Mittelrheintal), Tag 9-11 Koblenz bis Köln.

Übernachtung: Überall vorhanden. Im Mittelrheintal (Rüdesheim, Bacharach, St. Goar) im Voraus buchen (sehr beliebt, vor allem im Sommer). In Städten (Basel, Straßburg, Köln) auch vorab buchen.

Anreise/Abreise: Konstanz und Köln haben ICE-Anschluss. Perfekt.

E-Bike-Tauglichkeit: Sehr gut. Meist flach, ein paar Hügel im Mittelrheintal (aber machbar). Viele Ladestationen.

Beste Reisezeit: April-Oktober. Im Frühling blühen die Obstbäume, im Sommer ist Weinlese, im Herbst Federweißer-Zeit (neuer Wein, sehr gesellig).

 

Hundefreundlich? Gut geeignet. Viele Pensionen im Mittelrheintal sind hundefreundlich (Weinregion = ländlich = viele Winzer-Pensionen, die Hunde erlauben). Das Rheinufer ist oft autofrei und der Hund kann laufen.

Tour 3: Moselradweg – Wein, Burgen, Genuss (240 km, 4-6 Tage)

Strecke: Perl (deutsche Grenze) bis Koblenz (Rhein-Mündung)
Länge: Ca. 240 km (deutscher Teil), 310 km (gesamt ab Metz, Frankreich)
Schwierigkeit: Leicht (fast keine Steigungen, perfekt ausgebaut)
Beste Jahreszeit: April-Oktober
Besonders gut für: Wein-Liebhaber, Genießer, Kurztrip-Fans

 

Warum der Moselradweg?

Der Moselradweg ist der Genießer-Radweg. Kurz (240 km = 4-6 Tage), flach (fast keine Steigungen), wunderschön (Weinberge, Burgen, Flusskurven), und voller Wein.

Die Mosel schlängelt sich in engen Schleifen durch das Tal. Links und rechts ragen Steilhänge auf – komplett mit Reben bepflanzt. Riesling, Elbling, Müller-Thurgau. Über 50 Weinorte liegen am Radweg. Jeder hat Weinstuben, Straußenwirtschaften, Vinotheken. Du kannst täglich Wein probieren. Oder: Du fährst einfach nur und genießt die Landschaft.

Dazu kommen Burgen (über 20 Burgen und Schlösser), römische Relikte (Trier, die älteste Stadt Deutschlands), mittelalterliche Dörfer (Bernkastel-Kues, Cochem, Traben-Trarbach).

Der Radweg ist perfekt ausgebaut. Asphaltiert, autofrei, direkt am Flussufer, flach wie ein Brett. Die Beschilderung ist hervorragend. Du kannst dich nicht verfahren.

 

Die Highlights (von Süd nach Nord):

Trier (Start oder früher Stopp):

Die älteste Stadt Deutschlands (Gründung 16 v. Chr. durch die Römer). Du siehst römische Bauwerke: die Porta Nigra (riesiges römisches Stadttor, 30 Meter hoch, schwarz verfärbt, UNESCO-Welterbe), die Kaiserthermen (römische Badeanlagen), die Konstantin-Basilika (riesiger römischer Thronsaal, heute Kirche), das Amphitheater (für 20.000 Zuschauer).

Die Altstadt ist voller Leben – Marktplatz, Fachwerk, Cafés, Studenten (Universität).

Stopp-Tipp: 1 Tag in Trier bleiben. Römische Bauwerke besichtigen (alle sind UNESCO-Welterbe), durch die Altstadt schlendern, Viez trinken (Apfelwein, regionale Spezialität).

 

Bernkastel-Kues (ca. 50 km von Trier):

Das Postkarten-Dorf der Mosel. Fachwerkhäuser (oft schief, 500 Jahre alt), enge Gassen, Marktplatz mit Brunnen. Drumherum Weinberge - steil, bis 70° Neigung, Terrassen. Hier wächst der Doctor-Wein (eine der teuersten Riesling-Lagen der Welt).

Stopp-Tipp: Durch die Altstadt schlendern (sehr touristisch, aber zurecht), Weinprobe machen (viele Weingüter bieten Verkostungen an), rauf zur Burg Landshut wandern (Ruine über dem Dorf, Aussicht über die Moselschleife).

 

Traben-Trarbach (ca. 30 km von Bernkastel):

Zwei Orte, verbunden durch eine Brücke über die Mosel. Hier war um 1900 der größte Weinumschlagsplatz Europas (nach Bordeaux). Heute siehst du Jugendstil-Villen (prächtige Weinhändler-Häuser), Weinkeller (unterirdische Tunnel, kilometerlang), Burgruinen (Mont Royal, Grevenburg).

Stopp-Tipp: Kellerführung machen (Traben-Trarbach hat über 100 Weinkeller, manche können besichtigt werden), im Biergarten am Moselufer sitzen.

 

Cochem (ca. 50 km von Traben-Trarbach):

Das Touristenzentrum der Mosel. Die Reichsburg Cochem (mittelalterliche Burg, 100 Meter über der Mosel, Führungen möglich) thront über der Altstadt. Unten: Fachwerk, enge Gassen, Souvenirshops, Eisdielen, Weinstuben. Sehr touristisch, aber auch sehr schön.

Stopp-Tipp: Burg besichtigen (Führung ca. 40 Min., Aussicht über die Mosel), Schifffahrt auf der Mosel (Ausflugsboote fahren regelmäßig), Sessellift rauf zum Pinnerkreuz (Aussichtspunkt, Café).

 

Burg Eltz (ca. 10 km Abstecher von Moselkern):

Eine der schönsten Burgen Deutschlands. Sie steht nicht an der Mosel, sondern in einem Seitental – versteckt im Wald. Mittelalterliche Burg, nie zerstört, seit 800 Jahren im Besitz der Familie Eltz. Türmchen, Erker, Fachwerk. Märchenschloss.

Stopp-Tipp: 10 km Abstecher vom Radweg (Beschilderung "Burg Eltz"), Burg besichtigen (Führung Pflicht, ca. 45 Min., Einblick in mittelalterliches Leben).

 

Koblenz & Deutsches Eck (Ziel, ca. 50 km von Cochem):

Hier mündet die Mosel in den Rhein. Das Deutsche Eck (Kaiser-Wilhelm-Denkmal) markiert die Mündung. Die Altstadt von Koblenz ist hübsch, die Festung Ehrenbreitstein thront oben.

Stopp-Tipp: Rhein Radweg weiterfahren (siehe Tour 2), oder zurück nach Trier (mit der Bahn, ca. 2 Std.).

 

Praktische Infos:

Etappen: 4-6 Etappen à 40-60 km. Klassisch: Tag 1 Trier bis Bernkastel (ca. 50 km), Tag 2 Bernkastel bis Traben-Trarbach (30 km), Tag 3 Traben-Trarbach bis Cochem (50 km), Tag 4 Cochem bis Koblenz (50 km). Oder: langsamer, mit mehr Weinproben.

Übernachtung: Überall vorhanden. In Bernkastel, Cochem und Trier im Voraus buchen (beliebt). Viele Winzer-Pensionen (oft günstiger als Hotels, sehr gemütlich, oft Weinprobe inklusive).

Anreise/Abreise: Trier und Koblenz haben Bahnhof (Regionalzüge, nach Köln/Frankfurt umsteigen in ICE). Perfekt.

E-Bike-Tauglichkeit: Perfekt. Komplett flach (der Radweg folgt dem Fluss), asphaltiert, keine Steigungen (außer optional zu Burgen). Auch mit dem Bio-Bike für die meisten Radfahrer machbar. 

Beste Reisezeit: April-Oktober. Im Sommer ist Hochsaison (voll, aber schön), im Herbst ist Weinlese (sehr stimmungsvoll, Federweißer-Zeit).

 

Hundefreundlich? Ja, sehr. Viele Winzer-Pensionen erlauben Hunde (ländliche Gegend, viele Höfe). Der Radweg ist autofrei und das Moselufer oft zugänglich für Hunde. Manche Weinstuben haben Biergärten, wo Hunde willkommen sind.

Tour 4: Weserradweg – Märchen, Fachwerk, Nordsee (520 km, 7-10 Tage)

Strecke: Hann. Münden (wo Werra + Fulda = Weser) bis Cuxhaven (Nordsee)
Länge: Ca. 520 km
Schwierigkeit: Leicht (ein paar sanfte Hügel im Weserbergland, sonst flach)
Beste Jahreszeit: Mai-September
Besonders gut für: Märchen-Fans, Fachwerk-Liebhaber, Leute die Abwechslung wollen

 

Warum der Weserradweg?

Der Weserradweg ist der Geheimtipp. Weniger bekannt als Elbe oder Rhein, aber genauso schön - und deutlich ruhiger.

Du fährst durch Märchenland. Hier spielen die Geschichten der Brüder Grimm: Rapunzel (Trendelburg), Dornröschen (Sababurg), der Rattenfänger von Hameln, Baron von Münchhausen (Bodenwerder). Entlang der Strecke stehen Schlösser (oft Märchenschlösser genannt), BurgruinenFachwerkstädte (Hameln, Minden, Bremen).

Die Landschaft ist abwechslungsreich. Erst das Weserbergland (sanfte Hügel, Wälder, Wiesen), dann die Norddeutsche Tiefebene (flach, Marschen, Deiche), zuletzt die Nordsee.

Der Radweg ist gut ausgebaut. Meist asphaltiert, oft direkt am Fluss, gute Beschilderung. Die Infrastruktur ist gut (viele Pensionen, Hotels, Campingplätze).

 

Die Highlights (von Süd nach Nord):

Hannoversch Münden (Start):

Hier treffen sich die Flüsse Werra und Fulda – und bilden die Weser. Ein Stein am Ufer markiert die Stelle ("Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen"). Die Altstadt ist wunderschön - über 700 Fachwerkhäuser, Rathaus im Weserrenaissance-Stil, Kopfsteinpflaster.

Stopp-Tipp: Durch die Altstadt schlendern, am Zusammenfluss stehen (Foto!), im Biergarten am Weserufer sitzen.

 

Schloss Sababurg & Dornröschen (ca. 50 km von Hann. Münden):

Das Dornröschenschloss. Eine mittelalterliche Burg mitten im Wald (Reinhardswald), überwuchert von wildem Wein. Hier soll das Märchen spielen. Heute ist es ein Hotel (sehr teuer, aber man kann die Burg besichtigen). Drumherum: Urwald, Tierpark mit Wisenten und Wölfen.

Stopp-Tipp: Zur Sababurg radeln (10 km Abstecher vom Weserradweg), Burg besichtigen, durch den Urwald Sababurg wandern (einer der letzten Urwälder Deutschlands).

 

Hameln & der Rattenfänger (ca. 100 km von Hann. Münden):

Die Stadt des Rattenfängers. Die Sage kennst du: 1284 lockte ein Rattenfänger die Ratten aus der Stadt (mit Flötenspiel), die Stadt zahlte nicht, er lockte die Kinder weg. Heute ist Hameln voll von Rattenfänger-Motiven - Statuen, Brunnen, Souvenirshops. Jeden Sonntag (Mai-Sept.) gibt es ein Rattenfänger-Freilichtspiel auf dem Marktplatz.

Die Altstadt ist wunderschön – Weserrenaissance-Häuser, bunt bemalt, Erker, Giebel.

Stopp-Tipp: Durch die Altstadt schlendern (Rattenfänger-Häuser ansehen), Rattenfänger-Spiel ansehen (sonntags um 12 Uhr), im Biergarten an der Weser sitzen.

 

Porta Westfalica & Kaiser-Wilhelm-Denkmal (ca. 80 km von Hameln):

Hier durchbricht die Weser das Wesergebirge – ein enges Tal zwischen zwei Bergen. Oben auf dem Wittekindsberg steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal (88 Meter hoch, mit Statue, Aussichtsplattform). Von hier hast du einen spektakulären Blick über das Wesertal, die Norddeutsche Tiefebene, und bei gutem Wetter bis zum Teutoburger Wald.

Stopp-Tipp: Hochradeln oder Sessellift nehmen (vom Radweg aus), Aussicht genießen, im Café oben sitzen.

 

Minden (ca. 15 km von Porta Westfalica):

Eine alte Hansestadt. Hier gibt es eine technische Besonderheit: das Wasserstraßenkreuz Minden – eine Brücke, auf der der Mittellandkanal über die Weser führt. Schiffe fahren über den Fluss. Du kannst drunter durchradeln und dich wundern.

Stopp-Tipp: Wasserstraßenkreuz besichtigen, Altstadt ansehen (Dom, Fachwerk, Weserufer).

 

Bremen (ca. 120 km von Minden):

Die Hansestadt Bremen. Weltbekannt durch die Bremer Stadtmusikanten (Esel, Hund, Katze, Hahn – Bronzestatue am Rathaus). Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe (Marktplatz mit Rathaus, Roland-Statue, Dom, Böttcherstraße, Schnoorviertel mit engen Gassen).

Stopp-Tipp: 1 Tag in Bremen bleiben. Stadtmusikanten-Statue ansehen (Foto!), durch das Schnoorviertel schlendern (engste Gasse Deutschlands), Bremer Ratskeller besuchen (historische Weinkeller unter dem Rathaus, über 600 Weine), abends am Weserufer sitzen (viele Restaurants, Biergärten).

 

Bremerhaven & Nordsee (ca. 60 km von Bremen):

Die letzten Etappen führen durch flaches Marschland, entlang der breiter werdenden Weser, bis nach Bremerhaven – eine Hafenstadt an der Nordsee. Hier mündet die Weser ins Meer. Du siehst Containerschiffe, Kräne, Leuchttürme. Das Deutsche Auswandererhaus (Museum über deutsche Emigration nach Amerika) ist hier. Und: Fischrestaurants.

Stopp-Tipp: Hafenrundfahrt machen, Fischbrötchen essen, Deutsches Auswandererhaus besuchen (sehr bewegend).

Von Bremerhaven kannst du weiter nach Cuxhaven fahren (ca. 50 km, an der Küste entlang) – das Ziel des Elberadwegs.

 

Praktische Infos:

Etappen: 7-10 Etappen à 50-80 km. Klassisch: Tag 1-2 Hann. Münden bis Hameln, Tag 3-4 Hameln bis Minden, Tag 5-6 Minden bis Bremen, Tag 7-8 Bremen bis Bremerhaven/Cuxhaven.

Übernachtung: Überall vorhanden. In Bremen vorab buchen, sonst meist spontan möglich.

Anreise/Abreise: Hannoversch Münden (Regionalzug nach Kassel, dann ICE), Bremerhaven/Bremen (ICE-Anschluss). Gut.

E-Bike-Tauglichkeit: Sehr gut. Im Weserbergland (auf den ersten 150 km) ein paar sanfte Hügel (aber mit E-Bike kein Problem), danach komplett flach.

Beste Reisezeit: Mai-September. Im Sommer ist Baden möglich (Weser, Nordsee).

 

Hundefreundlich? Gut geeignet. Viele ländliche Pensionen sind hundefreundlich. Radweg oft autofrei, viel Natur.

Tour 5: Ostseeküsten-Radweg (Teil Flensburg bis Lübeck, ca. 300 km, 4-6 Tage)

Strecke: Flensburg bis Lübeck (oder weiter bis Usedom, dann 1.055 km)
Länge: Ca. 300 km (Flensburg-Lübeck), 1.055 km (gesamt bis Usedom)
Schwierigkeit: Mittel (ein paar Hügel in Schleswig-Holstein, viel Wind möglich)
Beste Jahreszeit: Juni-September
Besonders gut für: Strand-Fans, Leute die Wind und Meer lieben, Fischbrötchen-Esser

 

Warum der Ostseeküsten-Radweg?

Der Ostseeküsten-Radweg ist der längste Radweg Deutschlands (1.055 km von Flensburg bis Usedom). Aber: Du musst ja nicht alles fahren. Der Abschnitt Flensburg bis Lübeck (300 km, 4-6 Tage) ist perfekt für eine Woche - und zeigt das Beste der Ostseeküste.

Du fährst entlang der Ostsee. Mal direkt am Strand, mal auf Deichen, mal durch Küstenwälder. Du siehst Strände (weißer Sand, blaues Wasser), Steilküsten (Kreidefelsen, Klippen), Fischerdörfer (Reetdachhäuser, Boote, Netze), Seebäder (Timmendorfer Strand, Laboe, Eckernförde).

Und: Das Meer. Immer da. Du riechst Salzwasser, hörst Möwen, fühlst Wind. Nach 60 Kilometern kannst du ins Meer springen. Oder ein Fischbrötchen essen (frisch geräucherter Fisch auf Brötchen, Ostsee-Klassiker).

Der Radweg ist meist gut ausgebaut. Manchmal asphaltiert, manchmal Kopfsteinpflaster (historische Alleen), manchmal Waldwege. Die Beschilderung ist gut (grüne Schilder "Ostseeküsten-Radweg"). Achtung: In Schleswig-Holstein gibt es sanfte Hügel (das Land ist nicht platt). Mit E-Bike kein Problem.

 

Die Highlights (von Nord nach Süd):

Flensburg (Start):

Die nördlichste Stadt Deutschlands (direkt an der dänischen Grenze). Die Förde (Meeresarm) glitzert, Segelboote schaukeln, die Altstadt ist gemütlich (alte Handelshäuser, Hafenkneipen, Rum-Museum – Flensburg war Rum-Handelsstadt). Die Stadt ist zweisprachig (deutsch + dänisch), die Dänen kommen zum Einkaufen rüber.

Stopp-Tipp: Hafenrundgang, Rum-Museum besuchen (Flensburger Rum ist berühmt), Fischbrötchen am Hafen essen.

 

Schlei & Wikinger (ca. 80 km von Flensburg):

Du fährst entlang der Schlei (ein langer Meeresarm, der 40 km ins Land schneidet). Hier lebten die Wikinger. In Haithabu (bei Schleswig) war im 9.-11. Jahrhundert eine der größten Wikinger-Städte Nordeuropas. Heute ist es ein Freilichtmuseum (rekonstruierte Wikingerhäuser, Handwerker, Schiffe).

Stopp-Tipp: Haithabu besuchen (ca. 2 Std., sehr interessant), durch Schleswig schlendern (Altstadt, Dom, Schloss Gottorf).

 

Eckernförde & Strände (ca. 40 km von Schleswig):

Ein typisches Ostseebad. Langer Sandstrand, Promenade, Fischräuchereien, Segelboote. Hier kannst du baden (im Sommer, Wassertemperatur 18-22°C), Strandkörbe mieten, im Sand liegen.

Stopp-Tipp: Baden gehen, Fischbrötchen essen (bei "Piep's Fischbude" direkt am Hafen, legendär), abends in einer Strandbar sitzen.

 

Kiel (ca. 25 km von Eckernförde):

Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Eine große Hafenstadt (Marine, Kreuzfahrtschiffe, Fähren). Hier findet jedes Jahr die Kieler Woche statt (größtes Segelereignis der Welt, Juni, 3 Millionen Besucher). Die Förde ist breit und blau, überall Segelboote.

Stopp-Tipp: Durch den Hafen schlendern, Laboe besuchen (U-Boot-Museum + Marine-Ehrenmal, 10 km nördlich von Kiel), Kieler Sprotte probieren (geräucherte Sprotte, Spezialität).

 

Lübeck (ca. 80 km von Kiel):

Das Ziel (oder Etappenziel). Die Königin der Hanse. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe – gotische Backsteingotik, sieben Kirchtürme (die berühmten "Sieben Türme von Lübeck"), enge Gassen, Giebelhäuser. Das Holstentor (mittelalterliches Stadttor, Wahrzeichen Lübecks) steht am Eingang. Überall riecht es nach Marzipan (Lübeck ist Marzipan-Stadt, Niederegger-Café am Markt).

Stopp-Tipp: 1 Tag in Lübeck bleiben. Altstadt erkunden (Marktplatz, Rathaus, Marienkirche), Holstentor besichtigen, Marzipan probieren (Café Niederegger), durch die Gassen schlendern (schmale Durchgänge mit kleinen Häusern, früheres Armenviertel).

Von Lübeck kannst du weiterfahren nach Travemünde (20 km, Ostseebad mit Strand + Leuchtturm), oder die Ostseeküste weiter entlang nach Wismar, Rostock, Stralsund, Rügen, Usedom (weitere 750 km, spektakulär).

 

Praktische Infos:

Etappen: 4-6 Etappen à 50-80 km. Klassisch: Tag 1 Flensburg bis Kappeln (ca. 60 km), Tag 2 Kappeln bis Eckernförde (60 km), Tag 3 Eckernförde bis Kiel (25 km, kurze Etappe = Zeit für Baden), Tag 4-5 Kiel bis Lübeck (80 km, kann in 2 Etappen geteilt werden).

Übernachtung: Überall vorhanden. In Ostseebädern (Eckernförde, Laboe, Timmendorfer Strand) im Sommer vorab buchen (Hochsaison). In Lübeck auch vorab buchen.

Anreise/Abreise: Flensburg und Lübeck haben Bahnhof (Regionalzüge, nach Hamburg umsteigen in ICE). Gut.

E-Bike-Tauglichkeit: Gut. In Schleswig-Holstein gibt es sanfte Hügel (nicht platt wie man denkt), aber mit E-Bike machbar. Achtung: Wind! An der Küste oft Westwind (kann Gegenwind sein). Mit E-Bike kein Problem.

Beste Reisezeit: Juni-September. Im Juli/August ist Hochsaison (voll, aber schönes Badewetter). Im Juni oder September ruhiger.

 

Hundefreundlich? Sehr gut. Viele Pensionen an der Ostsee sind hundefreundlich (Küstenregion = viele Ferienwohnungen für Familien mit Hund). Es gibt Hundestrände (ausgewiesene Strandabschnitte wo Hunde ohne Leine laufen dürfen) – z.B. in Eckernförde, Laboe, Timmendorfer Strand. Radweg oft durch Natur, Hund kann laufen.

 

Was du für deine Radtour einpacken solltest, verraten wir dir in einem anderen Artikel.

Fazit: Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer

Du hast jetzt 5 spektakuläre Mehrtages-Radtouren in Deutschland kennengelernt. Jede ist anders. Jede ist großartig.

Elberadweg: Der Klassiker. Kultur, Natur, Städte, Nordsee. 840 km, 10-14 Tage. Perfekt für Einsteiger.

Rheinradweg: Kultur, Wein, Burgen, Berge. 700 km, 8-11 Tage. Perfekt für Genießer.

Moselradweg: Kurz, intensiv, voller Wein. 240 km, 4-6 Tage. Perfekt für Wochenendtrips.

Weserradweg: Märchen, Fachwerk, ruhig. 520 km, 7-10 Tage. Perfekt für Geheimtipp-Fans.

Ostseeküste: Strand, Wind, Meer. 300 km (Flensburg-Lübeck), 4-6 Tage. Perfekt für Strand-Fans.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel km sollte ich pro Tag fahren?

Für Einsteiger und Genussradler: 50-60 km pro Tag reichen. Mit E-Bike schaffst du das in 3-4 Stunden (inkl. Pausen). Du hast Zeit für Sightseeing, entspanntes Essen und Baden. Für geübte Radler: 70-80 km sind gut machbar. Für ambitionierte Radler: 100+ km möglich (aber dann wenig Zeit für anderes). Faustregel: Mit E-Bike im Eco-Modus schaffst du ca. 15-20 km/h Durchschnitt (inkl. Pausen, Ortsdurchfahrten). 60 km = 3-4 Stunden Fahrzeit. Plus Pausen, Sightseeing = 5-6 Stunden gesamt. Du bist mittags/nachmittags am Ziel, hast den Abend frei.

Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Fahrrad?

Für Mehrtages-Touren ist ein E-Bike stark empfohlen. Warum? (1) Du fährst mehrere Tage hintereinander – mit E-Bike kommst du entspannt an, nicht erschöpft. (2) Du trägst Gepäck (10-15 kg in Packtaschen) – der Motor hilft. (3) Du kannst weitere Strecken fahren (70-80 km statt 40-50 km). (4) Du hast Energie für Sightseeing (Burg-Aufstieg, Stadtbummel). Mit normalem Fahrrad sind Mehrtages-Touren möglich, aber anstrengender. Nur für sehr fitte Radler empfohlen. Tipp: Generalüberholte E-Bikes bei Upway kosten nur 1.600-2.400 € (statt 3.000+ € neu) – für Mehrtages-Touren lohnt sich die Investition.

Kann ich spontan fahren oder muss ich alles im Voraus buchen?

In Städten (Dresden, Hamburg, Köln, Bremen, Lübeck, Trier) solltest du im Voraus buchen – sonst wird es teuer oder ausgebucht (vor allem im Sommer). Auf dem Land (kleine Orte am Elberadweg, Moselradweg, Weserradweg) geht spontan meist gut – viele Pensionen haben Zimmer frei. Campingplätze gehen fast immer spontan (außer Hochsaison Juli/August). Empfehlung: Buche die ersten 2-3 Nächte im Voraus (damit du entspannt starten kannst), den Rest kannst du spontan entscheiden. Oder: Komplette Tour im Voraus buchen über Radreise-Veranstalter (die organisieren Unterkünfte, Gepäcktransport, Routenplanung – du musst nur fahren). Das kostet mehr, ist aber stressfrei.

Was mache ich, wenn mein E-Bike unterwegs kaputt geht?

Vorbereitung: Hab ein Reparatur-Set dabei (Ersatzschlauch, Reifenheber, Mini-Pumpe, Multitool). Platte Reifen kannst du selbst flicken. Bei größeren Defekten (Motor streikt, Akku tot, Bremse kaputt): Such die nächste Fahrradwerkstatt (Google Maps "Fahrradwerkstatt in meiner Nähe"). Entlang bekannter Radwege (Elbe, Rhein, Mosel) gibt es alle 20-40 km eine Werkstatt (die kennen sich mit Radlern aus). Viele können Bosch-Motoren reparieren (Bosch hat das größte Service-Netzwerk). Notfall: Ruf die Werkstatt an, frag ob sie E-Bikes reparieren können. Oder: Mit der Bahn zum nächsten größeren Ort fahren (E-Bikes dürfen in Regionalzügen mit). Tipp: Generalüberholte E-Bikes bei Upway haben 1 Jahr Garantie – bei Defekten ist Upway dein Ansprechpartner.

Wie transportiere ich mein Gepäck – Packtaschen oder Gepäcktransport?

Option 1: Packtaschen (selbst tragen). Du kaufst 2-4 Packtaschen (z.B. Ortlieb, wasserdicht, je 20 Liter). Du packst deine Sachen rein (Kleidung, Kulturbeutel, etc.), hängst sie an den Gepäckträger. Vorteile: Flexibel (du kannst spontan Routen ändern), günstiger (keine Extra-Kosten). Nachteile: Mehr Gewicht (macht Radeln anstrengender, aber mit E-Bike okay), musst packen/auspacken jeden Tag. Option 2: Gepäcktransport (jemand fährt dein Gepäck zur nächsten Unterkunft). Du buchst einen Service (oft über Radreise-Veranstalter), gibst morgens dein Gepäck ab, es wird zur nächsten Unterkunft gefahren. Vorteile: Du fährst ohne Gepäck (leichter, schneller, entspannter). Nachteile: Teurer (ca. 10-20 € pro Tag), weniger flexibel (Route ist festgelegt). Empfehlung: Für Einsteiger Gepäcktransport (sehr entspannt). Für geübte Radler Packtaschen (mehr Freiheit). Mit E-Bike sind Packtaschen kein Problem (Motor hilft).

Sind die Radwege auch für Hunde geeignet?

Ja, die meisten der vorgestellten Touren sind hundefreundlich. Worauf achten: (1) Radweg autofrei? Elberadweg, Moselradweg, Weserradweg sind meist autofrei oder auf separaten Radwegen – gut für Hunde. (2) Unterkünfte hundefreundlich? Entlang aller Touren gibt es viele Pensionen, Ferienwohnungen, Hotels, die Hunde erlauben. Such gezielt nach "fahrradfreundlich + hundefreundlich" (viele Radler-Pensionen erlauben Hunde). An der Ostseeküste und am Moselradweg (Weinregion = viele Winzer-Pensionen) besonders viele hundefreundliche Unterkünfte. (3) Hund kann mitlaufen? Bei 50-60 km/Tag ist das für fitte Hunde (mittelgroße/große Rassen, 2-8 Jahre alt) machbar. Für kleine Hunde oder ältere Hunde: Fahrrad-Anhänger nutzen (Hund kann drin sitzen/liegen wenn er müde ist). (4) Hundestrände? An der Ostsee gibt es ausgewiesene Hundestrände (Hund darf ohne Leine laufen, ins Wasser) – z.B. in Eckernförde, Laboe, Timmendorfer Strand. Tipp: Pack Wassernapf, Hundefutter, Handtuch (zum Abtrocknen nach dem Baden) ein.

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Über den Autor

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes
Wir sind die Spezialisten für refurbished E-Bikes bei Upway. Unser Redaktionsteam analysiert Technik, Trends und Nutzung mit einem klaren Anspruch: gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Nachhaltig, praxisnah und immer mit Blick auf das, was E-Bike-Fahren heute wirklich bedeutet.