Die 5 schönsten deutschen Fernradwege für eine Woche: Genussfahren ohne Hektik

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 03.Juli 2026  |  10 Min. Lesezeit

Eine Woche Urlaub. Sieben Tage zum Radfahren. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist ausreichend Zeit, um einen vollständigen Fernradweg zu erleben - wenn man den richtigen wählt.

Viele Radwege in Deutschland sind zu lang für eine Woche (der Rheinradweg braucht mehrere Wochen), andere sind zu kurz (manche Rundwege passen in drei Tage). Die beste Option liegt dazwischen: ein Fernradweg mit 250 bis 320 Kilometern, der sich in sieben bis acht Etappen fahren lässt.

Hier sind die fünf deutschen Fernradwege, die sich ideal für eine Woche eignen.

1. Moselradweg: Das klassische Flusstal (310 km in 7-8 Tagen)

Die Zahlen:

  • Länge: circa 310 Kilometer im deutschen Teil
  • Etappen: 7 bis 8 Etappen à 40 bis 65 Kilometer
  • Höhenmeter: circa 1.300 Meter bergauf und 1.300 Meter bergab
  • Schwierigkeit: leicht
  • Untergrund: größtenteils asphaltiert

Die Route:

Der Moselradwegs führt von Metz nach Koblenz entlang des Flusses Mosel. Eine typische Sieben-Tage-Tour startet in Metz und endet in Koblenz mit durchschnittlichen Tagesetappen von 40 bis 50 Kilometern.

Die Strecke folgt dabei den Windungen des Flusses durch Weinberge und kleine Ortschaften. Burgen und Schlösser säumen den Weg - die Porta Nigra in Trier, die Burg Cochem im Etappenziel Cochem, Felsen und Weinorte wie Bernkastel-Kues unterwegs.

 

Was macht den Moselradweg besonders:

Der Weg verläuft ohne starke Steigungen. Größtenteils fährt man direkt am Fluss, getrennt vom Straßenverkehr. Die Beschilderung ist durchgehend vorhanden (weiße Schilder mit Mosel-Radweg-Logo).

Es gibt mehrere Abkürzungsmöglichkeiten: Zwischen Trier und Bullay fährt ein Bus mit Rad-Anhänger. Zwischen verschiedenen Orten verkehren zudem Schiffe, falls eine Etappe zu anstrengend wird.

 

Für wen geeignet:

Anfänger, Familien, Menschen, die entspannt fahren möchten. Der Moselradweg verlangt keine technischen Fähigkeiten.

2. Donauradweg - Passau bis Wien: Die österreichische Alternative (320 km in 5-7 Tagen)

Die Zahlen:

  • Länge: circa 320 Kilometer von Passau bis Wien
  • Etappen: 5 bis 7 Etappen à durchschnittlich 50 bis 70 Kilometer
  • Höhenmeter: gering, überwiegend flach
  • Schwierigkeit: leicht
  • Untergrund: asphaltiert oder befestigte Nebenstraßen

Die Route:

Der Donauradweg von Passau bis Wien durchquert Österreich entlang des Flusses Donau. Die Strecke führt durch Oberösterreich und Niederösterreich bis zur Donau-Metropole Wien.

Highlights unterwegs sind die Schlögener Schlinge (eine Flussschleife mit spektakulären Ausblicken), die Landeshauptstadt Linz, das Stift Melk (ein Benediktinerkloster auf einem Felsen), die Wachau und schließlich Wien.

 

Was macht den Donauradweg besonders:

Die Route ist fast durchgehend flach. Der Fluss begleitet einen ständig. Die Infrastruktur mit Hotels, Gasthöfen und Cafés ist sehr gut ausgebaut - man braucht sich um Verpflegung keine Sorgen zu machen.

 

Für wen geeignet:

Alle Fitnesslevel. Der Donauradweg ist familienfreundlich und auch mit Kindern zu fahren. Es gibt keine anspruchsvollen Steigungen.

3. Altmühltal-Radweg: Kultur und Natur kombiniert (250 km in 5 Etappen)

Die Zahlen:

  • Länge: circa 250 Kilometer von Rothenburg ob der Tauber bis Kelheim
  • Etappen: 5 bis 6 Etappen à circa 45 bis 56 Kilometer
  • Höhenmeter: circa 300 Meter auf alle Etappen verteilt
  • Schwierigkeit: leicht
  • Untergrund: asphaltiert, teilweise Naturschutzgebiete mit schlechterer Wegbeschaffenheit

Die Route:

Der Altmühltal-Radweg schlängelt sich durch den Naturpark Altmühltal in Bayern. Die Strecke startet in der mittelalterlichen Stadt Rothenburg ob der Tauber und endet in Kelheim an der Donau.

Unterwegs fährt man durch idyllische Landschaften: Wacholderheiden, Wälder, spektakuläre Kalksteinfelsen. Sehenswürdigkeiten sind die Burg Kallmünz, die Bischofsstadt Eichstätt, Burgen wie die in Riedenburg und Kipfenberg.

 

Was macht den Altmühltal-Radweg besonders:

Dieser Radweg ist weniger bekannt als der Mosel- oder Donauradweg. Die Landschaft ist malerisch (Felswände, Flusstal), aber nicht überlaufen wie manch andere Routen.

Da die Strecke nur 250 Kilometer lang ist, können entspannte Radfahrer auch längere Pausen machen oder einen Ruhetag einplanen. 

 

Für wen geeignet:

Radfahrer, die Kultur (Burgen, Schlösser, Städte) mit Natur verbinden möchten. Auch Anfänger sind gut aufgehoben.

4. Bodenseeradweg: Die Rundtour (265 km in 8 Etappen, durchschnittlich 6-7 Nächte)

Die Zahlen:

  • Länge: cirka 265 Kilometer
  • Etappen: 8 Etappen à cirka 30 bis 40 Kilometer
  • Höhenmeter: gering, größtenteils eben
  • Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer (vereinzelte etwas steilere Abschnitte)
  • Untergrund: asphaltiert und befestigt

Die Route:

Der Bodenseeradweg ist ein Rundweg um den Bodensee - Start und Ziel sind identisch (üblicherweise Konstanz). Die Route führt einmal rund um den kompletten See herum, durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Eine Sieben-Tage-Tour mit durchschnittlich 30 bis 40 Kilometern pro Tag passt zeitlich auf eine Woche.

Sehenswürdigkeiten entlang der Route sind die Universitätsstadt Konstanz, die Blumeninsel Mainau, Meersburg, die Wallfahrtskirche Birnau, Lindau und verschiedene Badeorte.

 

Was macht den Bodenseeradweg besonders:

Das Wasser ist ständig in Sichtweite (man hält einfach den See rechts von sich und fährt um ihn herum). Die Route ist gut beschildert. Es gibt viele Möglichkeiten zum Schwimmen und Badepausen.

Ein praktisches Detail: Die durchschnittliche Dauer für die Umrundung liegt statistisch bei circa 6 Nächten - das passt perfekt zu einer Woche.

 

Für wen geeignet:

Alle. Der Bodenseeradweg ist familienfreundlich und für jedes Fitnesslevel machbar. Allerdings: In der Hochsaison (Sommer, Ferien) sind Hotels und Campingplätze oft ausgebucht - frühzeitige Buchung ist wichtig.

5. Elberadweg - Teilstrecke Dresden bis Magdeburg: Kulturelle Höhepunkte (300 km in 7 Tagen)

Die Zahlen:

  • Länge: circa 300 Kilometer (Teilstrecke von Dresden nach Magdeburg)
  • Etappen: 7 Tage à durchschnittlich circa 40 bis 50 Kilometer
  • Höhenmeter: sehr gering, überwiegend flach
  • Schwierigkeit: leicht
  • Untergrund: asphaltiert, befestigt

Die Route:

Der Elberadweg insgesamt ist über 860 Kilometer lang. Die genannte Teilstrecke von Dresden nach Magdeburg (circa 300 km) ist ideal für eine Woche Radfahren.

Die Route verläuft durchgehend entlang des Flusses Elbe durch Sachsen und Sachsen-Anhalt. Highlights unterwegs sind der Zwinger und die Semperoper in Dresden (zu Reisestart), Kulturstätten in Meißen, die Altstadt von Torgau, Wittenberg (Lutherstadt) und schließlich die Altstadt von Magdeburg.

 

Was macht diese Elbe-Teilstrecke besonders:

Die Landschaft ist flach und idyllisch. Der Weg folgt größtenteils dem Fluss in Talauen. Es gibt viele kulturelle Stopps (Kirchen, Schlösser, Altstädte), sodass sich die Route auch für kulturinteressierte Radfahrer eignet.

Die Route verläuft überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen und dezidierten Radwegen, getrennt vom Straßenverkehr.

 

Für wen geeignet:

Radfahrer, die kultur- und naturorientiert fahren möchten. Die Route ist flach und auch für Anfänger machbar.

Praktische Tipps für deine Woche Radtour

Unterkunft:

Es gibt zwei Optionen:

1. Mit Gepäcktransport: Dein Gepäck fährt mit einem Bus zum nächsten Hotel, du fährst mit leichtem Tagesgepäck. Kosten: circa 100-150 Euro zusätzlich.

2. Ohne Gepäcktransport: Du packst alles selbst. Die meisten genannten Radwege haben Unterkünfte direkt am Weg - Hotels, Pensionen, Campingplätze.

Kosten pro Unterkunft: 50-120 Euro pro Nacht (je nach Komfort und Saison).

 

Anreise:

Alle genannten Radwege sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die meisten Start- und Endpunkte haben Bahnhöfe. Mit der Bahn fahren, Fahrrad dabei (Fahrradticket ca. 10-15 Euro) ist praktisch.

 

Beste Reisezeit:

Alle Radwege sind von April bis Oktober gut befahrbar. Perfekt: Mai, Juni, September (warm, nicht zu heiß, weniger Touristen als Juli-August).

 

Fitness-Anforderungen:

Alle fünf Radwege sind für absolute Anfänger geeignet. Wenn du 2-3 Mal in den Wochen vorher 30-40 Kilometer fahren kannst, bist du fit genug.

 

Fahrrad:

Ein normales Trekking-Bike ist ausreichend. Ein E-Bike macht diese Strecken noch einfacher, ist aber nicht nötig. Gravel Bikes sind auch gut, aber nicht notwendig.
Bei uns findest du eine riesige Auswahl an all diesen Bikes - ob du mit dem Bio Bike unterwegs sein möchtest oder ein E-Bike bevorzugst. Mit 14 Tagen Rückgaberecht gehst du kein Risiko ein und kannst dein Bike ausreichend testen, bevor du dich entscheidest und dann damit auf Tour gehst.

Fazit: Welcher Radweg passt zu dir?

Wähle den Moselradweg, wenn:

  • Du Burgen, Schlösser und Wein liebst
  • Du gerne an romantischen Flusslandschaften fährst
  • Du eine klassische Deutschlandtour möchtest

Wähle den Donauradweg, wenn:

  • Du ins Ausland möchtest (ohne Flugzeug)
  • Du Abwechslung zwischen Österreich und Deutschland magst
  • Du großstädtische Höhepunkte (Wien) brauchst

Wähle den Altmühltal-Radweg, wenn:

  • Du Natur vor Menschenmassen magst
  • Du kulturelle Highlights ohne Großstädte bevorzugst
  • Du Zeit für Pausen und Sehenswürdigkeiten haben möchtest

Wähle den Bodenseeradweg, wenn:

  • Du eine Rundtour magst (Start und Ziel gleich)
  • Du Baden und Seepausen brauchst
  • Du die Vielfalt von drei Ländern in einer Woche möchtest

Wähle den Elberadweg (Dresden-Magdeburg), wenn:

  • Du kulturelle Kunstmetropolen sehen möchtest
  • Du Geschichte und Kultur mit Radfahren verbinden möchtest
  • Du deutsche Kulturstädte (Zwinger, Semperoper, Wittenberg) brauchst

Alle fünf Radwege haben eines gemeinsam: Sie sind ideal für Menschen, die eine entspannte Woche mit dem Fahrrad verbringen möchten - ohne Druck, ohne Leistungszwang, nur Pedale, Natur und neun Horizont.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Radweg ist am besten für Anfänger?

Der Donauradweg (Passau-Wien) und der Bodenseeradweg. Beide sind sehr flach und gut ausgebaut. Der Altmühltal-Radweg ist auch anfängerfreundlich.

Welcher Radweg hat die schönsten Landschaften?

Das ist subjektiv. Der Moselradweg ist romantisch (Fluss, Burgen, Wein). Der Altmühltal-Radweg ist spektakulär (Felswände, Naturpark). Der Bodenseeradweg ist malerisch (See, Berge im Hintergrund). Der Elberadweg ist kulturell reich (viele Kunsthighlights).

Ich habe nicht 7 Tage, sondern nur 4-5 Tage. Was kann ich fahren?

Der Altmühltal-Radweg (250 km, passt in 4-5 Tage). Den Bodenseeradweg (kann man auch in 5 Tagen fahren, à 50 km/Tag).

Muss ich ein E-Bike nehmen?

Nein. Alle fünf Radwege sind mit normalem Bike machbar. Ein E-Bike macht es komfortabler, ist aber nicht notwendig.

Welcher Radweg ist am wenigsten touristisch?

Der Altmühltal-Radweg ist weniger bekannt als Mosel oder Bodensee. Der Elberadweg ist beliebter unter Kulturreisenden als unter "klassischen" Radfahrern.

Kann ich mit Kindern fahren?

Ja. Der Donauradweg, der Moselradweg und der Bodenseeradweg sind ausdrücklich familienfreundlich.

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