Minimal Setups & smarte Systeme: Die neue Tech-Generation der E-Gravelbikes

Upway Editorial Team, Spezialisten für refurbished E-Bikes

Aktualisiert am 03. Februar 2026  |  10 Min. Lesezeit

Immer mehr Hersteller im Gravel-Segment bewegen sich bewusst weg vom „mehr Akku, mehr Power, mehr Motor“-Ansatz und konzentrieren sich stattdessen wieder stärker auf das eigentliche Gravel-Gefühl. Weniger Gewicht. Weniger Systemmasse. Weniger Eingriff ins Fahrverhalten. Dafür mehr Dynamik, mehr Natürlichkeit und deutlich mehr Bio Bike“-Feeling.

Und genau deshalb haben wir uns in der Upway Redaktion einmal die spannendsten minimalistischen E-Gravelbikes aktuell genauer angeschaut. Dabei geht es uns bewusst nicht nur um das niedrigste Gewicht. Spannend ist vielmehr für uns, wie unterschiedlich die Hersteller das Thema „Minimal-E-Gravel“ interpretieren.

E-Gravel setzt aktuell die Trends

Während SUV-E-Bikes oder E-MTBs mittlerweile mit 150 N m ausgestattet sind,  immer schwerer und technischer werden, versuchen moderne E-Gravel-Plattformen das komplette Gegenteil zu erreichen: möglichst wenig zusätzliches Gewicht und möglichst wenig künstliches Fahrgefühl.

Der Grund dafür ist relativ simpel. Gravelbikes leben von Dynamik, Agilität und Flow. Gerade schnelle Richtungswechsel, lange Schotteranstiege oder hohe Geschwindigkeiten oberhalb der Unterstützungsgrenze fühlen sich mit schweren Vollpower-Systemen oft träge an.

Deshalb setzen moderne Minimal-E-Gravelbikes mittlerweile auf deutlich kleinere Akkus zwischen 240 und 360 Wh, leichte Nabenmotoren oder besonders kompakte Mid-Drive-Systeme wie den TQ HPR50 oder Mahle X20. Genau diese Systeme sollen nicht dominant wirken, sondern eher wie ein subtiler Rückenwind funktionieren, der dich in situativ und nicht durchgängig nach vorne drückt. 

Hohe Acht LUMO Ripinio: Der günstige Einstieg in die Minimal-E-Gravel-Welt

Das HoheAcht LUMO Ripinio zeigt ziemlich gut, dass minimalistisches E-Gravel mittlerweile nicht mehr nur ein Thema für absolute Premium-Bikes ist.

Mit 16,7 Kilogramm gehört das Bike zwar nicht zu den absoluten Ultraleichtgewichten im Segment, wirkt im Vergleich zu klassischen E-Bikes aber trotzdem angenehm reduziert. Besonders spannend ist dabei der Ansatz des Mahle X35+ Systems mit Hinterradnabenmotor und integriertem 250-Wh-Akku.

Der große Unterschied zu vielen kräftigen Mid-Drive-Systemen: Das Bike fährt sich deutlich näher an einem klassischen Gravelbike. Ohne aktive Unterstützung bewegt sich das Ripinio praktisch widerstandsfrei. Genau dieses natürliche Pedaliergefühl ist aktuell einer der größten Trends im gesamten Minimal-E-Gravel-Segment.

Auch bei den Komponenten merkt man, dass hier weniger auf Prestige als auf ein stimmiges Gesamtsetup gesetzt wurde. microSHIFT 11-fach-Schaltung, Mavic Allroad Laufräder, Kenda Piedmont Reifen und hybride JUIN-Tech-Bremsen ergeben zusammen ein sehr funktionales Adventure-Setup.

Besonders interessant finden wir dabei die Positionierung des Bikes. Das Ripinio will gar kein ultrateures Race-Statement sein. Stattdessen richtet es sich eher an Rider, die ein unkompliziertes, leichtes E-Gravel für Alltag, Pendeln und entspannte Gravel-Abenteuer suchen.

Für welche Rider das LUMO Ripinio spannend ist Warum das Bike hier funktioniert
Gravel-Einsteiger Sehr unkomplizierte Plattform ohne übertriebene Technik-Komplexität
Pendler mit Gravel-Background Leicht genug für Alltag und trotzdem vielseitig auf schlechten Wegen
Rider mit Fokus auf Preis-Leistung Minimal-E-Gravel-Konzept deutlich günstiger als viele High-End-Bikes
Fahrer, die ein natürliches Pedaliergefühl wollen Der Mahle-Nabenmotor arbeitet sehr dezent und widerstandsfrei

Ghost Bike PATH RIOT CF LTD: Das E-Gravel mit E-MTB-DNA 

Das Spannende an der aktuellen Light-Assist-Bubble ist eigentlich, dass die Grenzen zwischen E-Gravel, Downcountry und Light-E-MTB immer stärker verschwimmen, dafür ist das PATH RIOT CF LTD von Ghost Bikes wahrscheinlich eines der extremsten Beispiele überhaupt.

Denn streng genommen ist das Bike natürlich kein klassisches E-Gravelbike mehr. Gleichzeitig zeigt kaum ein anderes Bike momentan so gut, wohin sich das gesamte Thema „weniger Systemgewicht, mehr echtes Bike-Gefühl“ entwickelt.

Während viele schwere Fullpower-E-MTBs mittlerweile problemlos an der 25-Kilo-Marke kratzen, setzt das PATH RIOT konsequent auf den Light-Assist-Ansatz. Fazua Ride 60, Carbonrahmen, reduzierte Systemmasse und ein Fahrgefühl, das laut Hersteller bewusst möglichst nah am klassischen MTB bleiben soll.

Und genau das merkt man bereits auf dem Papier.

60 Nm Drehmoment, 480-Wh-Akku und gleichzeitig ein sehr aggressives High-End-Setup mit FOX Factory Fahrwerk, SRAM X0 Eagle AXS Transmission und DT Swiss HXC 1501 Carbon-Laufrädern. Das Bike will nicht gemütlich cruisen — das Ding ist ganz klar für Rider gebaut, die aktiv fahren wollen.

Besonders spannend finden wir dabei die Philosophie hinter solchen Bikes. Denn das PATH RIOT versucht gar nicht erst, maximal viel Unterstützung zu liefern. Stattdessen soll der Fazua Ride 60 eher wie ein „Performance-Multiplikator“ funktionieren. Mehr Flow bergauf. Mehr Reserven auf langen Tagen. Mehr Wiederholungen auf technischen Trails. Aber eben ohne das typische schwere Vollpower-E-MTB-Gefühl.

Genau deshalb passt das Bike eigentlich auch perfekt in die aktuelle Diskussion rund um minimalistische E-Bikes. Denn selbst wenn das PATH RIOT deutlich aggressiver und traillastiger unterwegs ist als klassische E-Gravelbikes, verfolgt es am Ende dieselbe Grundidee: möglichst viel echtes Bike-Feeling erhalten.

Für welche Rider das PATH RIOT CF LTD extrem spannend ist Warum das Bike hier perfekt reinpasst
Light-E-MTB-Puristen Sehr natürliches Ride-Feeling trotz leistungsstarkem Setup
Trail-Rider aus der Gravel-Bubble Perfekt für Fahrer, die vom Graveln zunehmend Richtung technische Trails abdriften
Performance-orientierte Mountainbiker FOX Factory Fahrwerk, SRAM Transmission und DT Swiss Carbon-Wheels liefern absolutes High-End-Niveau
Rider mit Fokus auf Flow statt Motorpower Der Fazua Ride 60 unterstützt sportlich und dynamisch statt dominant
Bike-Bubble-Enthusiasten Sehr modernes Light-Assist-Konzept mit starkem Tech- und Premium-Fokus
Fahrer, die schwere Fullpower-E-MTBs zu träge finden Das Bike bleibt deutlich verspielter und aktiver im Handling

Nicht nur deswegen feiern momentan auch extrem viele Rider aus derTrail- und Gravel-Bubble solche Plattformen. Die Bikes fahren sich lebendig, verspielt und aktiv, nicht wie kleine Motorräder mit Pedalen.

Gerade der Fazua Ride 60 spielt dabei eine riesige Rolle. Das System gilt aktuell für viele Rider als eines der interessantesten Light-Assist-Setups überhaupt, weil es deutlich natürlicher arbeitet als viele schwere Fullpower-Antriebe. Gleichzeitig liefert es aber genug Unterstützung, um selbst technische Climb-Sektionen oder lange Trailtage massiv entspannter zu machen.

Minimal E-Grvael Bikes bei Upway 

Storck e:Grix: Das E-Gravelbike für die Performance

Das Storck e:Grix bewegt sich dagegen komplett am anderen Ende des Spektrums.

10,9 Kilogramm. Das alleine ist bereits völlig absurd für ein E-Gravelbike.

Storck verfolgt hier einen kompromisslosen Race-Ansatz. Kurzes Heck, aggressive Geometrie, Mahle X20-System mit bis zu 55 Nm und extrem leichte Carbonplattform. Das Bike will schnell gefahren werden. Sehr schnell.

Besonders spannend ist dabei, wie unsichtbar die Unterstützung im Alltag wirkt. Durch das geringe Gesamtgewicht fährt sich das e:Grix oberhalb der 25-km/h-Grenze fast wie ein klassisches High-End-Gravelbike. Genau deshalb dürfte das Bike aktuell vor allem bei sportlichen Ridern aus der Road- und Gravel-Bubble extrem gut ankommen.

Auch die Ausstattung zeigt sehr klar, wohin die Reise geht: SRAM Force eTap AXS, Carbon-Laufräder, Schwalbe G-One Allround Evo und kompromisslose Race-Geometrie.

Das Bike ist damit weniger „Adventure-Gravelbike“ und deutlich mehr „elektrifizierter Gravel-Racer“.

Für welche Rider das Storck e:Grix interessant ist Warum das Bike hier besonders stark ist
Performance-Gravel-Rider Extrem leichtes Gesamtsetup mit sehr direktem Fahrverhalten
Rennradfahrer mit Gravel-Fokus Sehr race-orientierte Geometrie und hoher Speed-Fokus
Gewichtsfetischisten aus der Bike-Bubble Mit 10,9 kg eines der leichtesten E-Gravelbikes überhaupt
Schnelle Gruppenride-Fahrer Fährt sich oberhalb der Unterstützungsgrenze fast wie ein Analog-Bike

Origine Newton[e] GR: Minimalismus trifft High-Tech

Das Origine Newton[e] GR verfolgt einen ähnlich minimalistischen Ansatz wie Storck, interpretiert das Thema aber etwas mehr tech like.

Besonders spannend finden wir hier die enorme Systemintegration rund um den Mahle X20 Motor. Trotz nur 250-Wh-Akku liefert das Bike bis zu 65 Nm Drehmoment und bleibt dabei bei gerade einmal 10,8 Kilogramm Gesamtgewicht.

Origine beschreibt das Bike selbst als das leichteste E-Gravelbike der Welt und tatsächlich bewegt sich das Newton[e] aktuell in einer komplett absurden Gewichtsklasse für ein vollwertiges E-Gravel.

Dazu kommt die enorme Individualisierung. Über den hauseigenen Konfigurator lassen sich Setup, Komponenten und sogar die Lackierung extrem detailliert anpassen. Genau das dürfte besonders technikverliebte Rider ansprechen.

Auch spannend: Die Unterstützung kann via ANT+ direkt mit GPS, Herzfrequenz und Leistungsdaten gekoppelt werden. Das Bike denkt dadurch fast schon wie ein modernes Performance-Trainingssystem.

Für welche Rider das Origine Newton[e] GR spannend ist Warum das Bike hier heraussticht
Tech-Nerds und Datenfahrer Sehr modernes Connectivity- und Assistenzsystem
Minimal-E-Gravel-Puristen Extrem niedriges Gewicht bei sehr natürlichem Fahrgefühl
Individualisten Sehr umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten direkt ab Werk
Sportliche Langstreckenfahrer Effiziente Plattform mit optionalem Range Extender

ROTWILD R.R275 X: Das Design-Statement unter den Minimal-E-Gravelbikes

Das ROTWILD R.R275 X interpretiert das Thema Minimal-E-Gravel deutlich emotionaler und designorientierter.

Hier geht es nicht nur um Gewicht oder Effizienz, sondern um ein komplettes Gesamtkonzept. Voll integriertes Licht, extrem cleane Rahmenformen, TQ-HPR50-System und eine sehr race-orientierte Designsprache machen das Bike fast schon zu einem futuristischen Gravel-Statement.

Mit 12,4 bis 12,6 Kilogramm bleibt das Bike trotzdem extrem leicht. Besonders spannend ist dabei die Kombination aus TQ-HPR50-Motor und kleinem 252-Wh-Akku. Genau dieses Setup liefert sehr konstante, dezente Unterstützung statt aggressiver Motorcharakteristik.

Auch die Komponenten zeigen klar die Richtung: SRAM Force AXS, XENTIS Carbon-Laufräder, Schwalbe G-One RS und eine sehr race-orientierte Geometrie. Das Bike richtet sich klar an Rider, die Design, Performance und Integration gleichermaßen wichtig finden.

Für welche Rider das ROTWILD R.R275 X spannend ist Warum das Bike hier besonders auffällt
Design-affine Gravel-Rider Sehr futuristische und extrem cleane Gesamtoptik
Performance-Racer Race-orientierte Geometrie mit sehr niedrigem Gesamtgewicht
Rider mit Fokus auf natürliche Unterstützung Der TQ-Motor arbeitet extrem subtil und harmonisch
Premium-Enthusiasten Sehr hochwertige Integration und kompromissloses High-End-Setup

Fazit: Die spannendsten E-Gravelbikes fühlen sich aktuell eigentlich gar nicht mehr wie E-Bikes an

Was wir momentan insgesamt extrem spannend finden: Die Grenzen zwischen klassischem Gravelbike, Endurance-Roadbike und Minimal-E-Gravel verschwimmen immer stärker. Die aktuellen Modelle fahren sich mittlerweile so natürlich, dass der Motor eher wie ein sehr guter Tag auf den Beinen wirkt als wie klassische E-Unterstützung.

Deshalb glauben wir auch, dass diese Kategorie in den nächsten Jahren massiv wachsen wird. Nicht als „E-Bike für Leute, die nicht treten wollen“, sondern vielmehr als Performance-Tool für Rider, die weiter fahren, mehr Höhenmeter sammeln oder längere Abenteuer erleben wollen, ohne dabei das eigentliche Gravel-Feeling zu verlieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein „minimalistisches“ E-Gravelbike?

Damit sind E-Gravelbikes gemeint, die bewusst auf möglichst wenig Systemgewicht, dezente Motorunterstützung und ein natürliches Fahrgefühl setzen. Statt riesiger Akkus und maximaler Power geht es hier eher um subtilen Support und möglichst viel klassisches Gravelbike-Feeling.

Warum setzen moderne E-Gravelbikes auf kleinere Akkus?

Weil Gewicht im Gravelbereich extrem wichtig ist. Kleine Akkus zwischen 240 und 360 Wh reduzieren die Systemmasse deutlich und sorgen dafür, dass sich die Bikes oberhalb der 25-km/h-Grenze wesentlich natürlicher und dynamischer fahren lassen.

Was ist aktuell der Unterschied zwischen Fullpower- und Light-Assist-Gravel-Bikes?

Fullpower-Bikes setzen auf maximale Unterstützung, hohe Drehmomente und große Akkus. Light-Assist-Bikes wie viele moderne E-Graveler oder Light-E-MTBs fokussieren sich dagegen stärker auf natürliches Fahrgefühl, Agilität und geringes Gewicht.

Welche Motoren sind aktuell die besten für Minimal-E-Gravelbikes?

Besonders beliebt sind aktuell Systeme wie der Mahle X20, Mahle X35 oder der TQ HPR50. Diese Motoren arbeiten deutlich subtiler als klassische Vollpower-Antriebe und greifen wesentlich harmonischer ins Fahrgefühl ein.

Für wen lohnt sich ein minimalistisches E-Gravelbike besonders?

Vor allem für sportliche Rider aus der Gravel-, Road- oder Bikepacking-Bubble. Also Fahrer, die weiterhin aktiv pedalieren wollen, aber bei Gegenwind, langen Anstiegen oder sehr langen Touren etwas zusätzliche Unterstützung schätzen.

Lohnt sich ein refurbished Light-Assist-E-Gravelbike von Upway?

Gerade im Bereich minimalistischer E-Gravelbikes ist refurbished extrem sinnvoll. High-End-Light-Assist-Bikes wie Modelle mit Mahle-, Fazua- oder TQ-Systemen liegen neu schnell bei 7.000 bis über 10.000 Euro. Über Upway bekommst du professionell geprüfte und refurbished E-Gravelbikes bis zu 60% günstiger, inklusive Garantie!

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Wir sind die Spezialisten für refurbished E-Bikes bei Upway. Unser Redaktionsteam analysiert Technik, Trends und Nutzung mit einem klaren Anspruch: gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Nachhaltig, praxisnah und immer mit Blick auf das, was E-Bike-Fahren heute wirklich bedeutet.