16:00 Uhr, Schloss Rambouillet:
Du fährst los.
Stunden 1-7: Die ersten Stunden sind leicht - dein Körper ist frisch, deine Motivation ist hoch. Du fährst relativ schnell, die Landschaft ist schön. Den ersten Kontrollpunkt (km 119) erreichst du nach ca. 6-7 Stunden. Kurze Pause, etwas essen, fahren.
Stunden 7-15: Nachmittag und früher Abend. Das ist noch okay - du bist wach, die Natur ist immer noch schön. Du passierst mehrere Kontrollpunkte.
Stunden 15-22: Die erste Nacht ist mental schwierig. Es ist dunkel, du bist müde, aber du schläfst nicht – du fährst! Mit Lichtern (Front- + Rücklicht) machst du vorwärts. Die Dörfer sind dunkel, aber hier und da wachen Anwohner auf und unterstützen dich. Teilweise ist die Nacht magisch - die leeren Straßen, nur dein Fahrrad, die Natur und du.
Stunden 22-30: Du bist ca. 24 Stunden gefahren. Du bist mega müde. Aber der Morgen kommt, die Sonne geht auf und neue Energie flutet an. Der Kontrollpunkt Fougères (km 292) ist erreicht – Du machst eine richtige Schlafpause (1-2 Stunden am Kontrollpunkt). Das ist erlaubt
Stunden 30-38: Nach dem Schlaf geht es weiter. Du bist wieder wacher. Die Bretagne ist immer grüner, immer bretonischer. Du spürst, dass Brest näher kommt.
Stunden 38-48: Die zweite Nacht. Du bist jetzt sehr müde, aber du weißt, dass Brest (und die Wendung nach Hause) naht. Die Nacht vergeht langsam - aber sie vergeht.
Stunde ~48: Du erreichst Brest. Der Atlantik. Du hast die Hälfte geschafft. Viele Fahrer schlafen hier 3-4 Stunden und tanken wirklich auf.
Stunden 48-90: Der Rückweg. Du kennst die Strecke jetzt (= Rückweg ist gleich wie Hinweg), das gibt Sicherheit. Du bist müde, aber es ist bergab motivational – jeder Kilometer bringt dich näher nach Hause. Nach ca. 90 Stunden (oder weniger) erreichst du Rambouillet wieder.
Finish!
Du bist am Schloss Rambouillet angekommen, wo du vor 90 Stunden gestartet bist. Du hast 1.200 km und 10.000+ Höhenmeter in knapp 4 Tagen geschafft.
Die Erkenntnis trifft dich: Ich habe das geschafft. Ich bin ein Paris-Brest-Paris-Finisher.