Das Gravallo ist ein Community-Event, kein Wettkampf. Das merkt man an der Atmosphäre, an der Kommunikation der Veranstalter und an der Zusammensetzung des Feldes. Wer hier startet, kommt nicht, um zu gewinnen. Wer hier startet, kommt, weil er oder sie die Landschaft liebt, die Gemeinschaft schätzt und auf dem Rad lebt.
Gravel-Einsteiger: Die CORE-Strecke mit 70 km ist bewusst zugänglich gestaltet. Wer fit ist und schon ein paar Ausfahrten auf unbefestigten Wegen hinter sich hat, wird die Strecke ohne Probleme bewältigen. Ein Gravelbike wird empfohlen, ein MTB funktioniert ebenfalls. Auf einem Semi-Slick reicht es bei trockenen Bedingungen vollkommen aus - kaum Schiebe- oder Tragepassagen.
Erfahrene Gravel-Fahrer: Die 110-km-Route mit Grenzübergang und Krumau-Checkpoint ist die klassische Gravallo-Erfahrung. Hier stimmt die Balance aus Distanz, Abwechslung und landschaftlichem Erlebnis. Die Überquerung nach Tschechien, der Blick auf Krumau und die letzten Kilometer auf dem EuroVelo 6 entlang der Donau zurück nach Linz - das ist ein Tag, den man nicht vergisst.
Bikepacking-Enthusiasten: Der SUPERCORE mit 300 km ist das Herzstück für alle, die ein echtes Mehrtages-Abenteuer suchen. Kein gemeinsamer Start, keine Zeitvorgabe - nur die Strecke, der Schwemmkanal, die böhmischen Wälder und das eigene Tempo. Wer den Schwemmkanal kennenlernen will, wie er wirklich ist - still, historisch, unberührt - der kommt am SUPERCORE nicht vorbei.
E-Biker: E-Bikes sind beim Gravallo willkommen. Das hügelige Mühlviertel ist auf einem E-Gravel oder E-MTB ein anderes Erlebnis als auf dem Muskelrad - aber ein gutes. Besonders für alle, die die Landschaft genießen wollen, ohne jeden Anstieg als Kampf zu empfinden, ist das E-Bike hier genau richtig. Die Reichweite ist auf allen Strecken mit einer Akkuladung gut planbar, vorausgesetzt man fährt nicht permanent im Turbomodus.