Auf dem folgenden Streckenabschnitt bin ich der Vélodyssée nur bedingt gefolgt. Man kann wirklich gut abkürzen und sich in der Gegend umschauen. Ich bin von Nantes in Richtung Port-Saint-Père und Chaumes-en-Retz geradelt, um so schnell wie möglich ans Meer zu kommen, aber doch in Richtung Süden unterwegs zu sein.
Der nächste Campingplatz war in Les Moutiers en Retz. Direkt am Strand konnte ich mein Zelt aufschlagen, denn auf dem Campingplatz selbst war kein Platz mehr. Hier kam abends ein Foodtruck vorbei, der die absolut besten Galettes bretonnes servierte.
Der nächste Streckenabschnitt war sehr besonders, weil hier in der Gegend Salz gewonnen wird. In den Salzgärten wird Fleur de Sel produziert. Bis ins 16. Jahrhundert war dies eines der größten Salzgewinnungsgebiete Europas. Der Radweg schlängelt sich zwischen den Salzfeldern hindurch - je nach Nebel/Sonnenstand richtig mystisch.
Die darauf folgende Nacht verbrachte ich wiederum auf einem Campingplatz an der Küste. Allerdings war ich ob der Hitze so fertig, dass ich wirklich nur in mein Zelt gekrabbelt bin, ohne die vielen Angebote des Campingplatzes zu nutzen.
Meine Route führte im Weiteren durch kleine Dörfer und auf Feldwegen zwischen Äckern hindurch. Der nächste Stopp war östlich von La Rochelle auf einem super netten Campingplatz. Zwar an der Straße gelegen, aber nachts ruhig. Nette Leute an der Rezeption - leckerer Café. Ich kann es nicht oft genug sagen: Im August ist es voll! Frühzeitig am Campingplatz ankommen, sichert dir einen Platz.
Das Highlight des nächsten Tages war die Citadelle de Brouage - mega süßes Örtchen. Café und Croissant am Platz … aber nicht zu lange, denn ich hatte viel vor.
Über 110 km, 3 Flüsse überquert (Charente, Seudre, Gironde) und dann am Abend in Le Gurp auf dem Campingplatz das Zelt aufgeschlagen.